Close Menu
February 2, 2024
12 Minuten Lesezeit

Startup-Finanzierung: Der Guide für Unternehmen

Alles, was zur Startup-Finanzierung wissen musst.

Eine gute Geschäftsidee alleine? Das reicht für Startups kaum noch aus, um erfolgreich zu sein. Junge Unternehmen brauchen eine entsprechende Startup-Finanzierung. Doch die Möglichkeiten sind vielfältig. Denn nicht jede Art der Finanzierung eignet sich für jedes Unternehmen. Auf welche Arten können Startups beim Funding zugreifen?

Startups benötigen Geld, um ihr Geschäft auf- und auszubauen. Das ist so einfach wie einleuchtend. Denn junge Unternehmen erzielen anfangs weder Umsätze noch Gewinne. Zum Start steht meist nur eine Idee.

re:cap_Startup-Finanzierung
Eine kurze Übersicht zum Thema Startup-Finanzierung.

Damit aus dieser Anfangsidee ein skalierbares Produkt und ein funktionierendes Geschäftsmodell entstehen, müssen sich Startups fortlaufend finanzieren und mit Kapital versorgen. Das gelingt mit internen oder externen Finanzierungsquellen und ist abhängig von vielen Faktoren. Dazu gehören Produkt, Phase, Markt, persönliche Präferenzen und Zielgruppe.  

Gründende müssen zunächst einige Fragen klären:

  • Welche Art von Startup-Finanzierung ist die richtige für mein Unternehmen?
  • Aus welcher Finanzierungsquelle stammt das Kapital?
  • In welcher Phase benötige ich Geld?
  • Wie schnell brauche ich Kapital?
  • Wie viel Kapital brauche ich?
  • Möchte ich Unternehmensanteile abgeben oder behalten?
  • Worauf muss ich bei der Vorbereitung auf Gespräche mit Investor:innen achten?

Auf diese Aspekte geht dieser Artikel ein. Er beantwortet die wichtigsten Fragen zur Startup-Finanzierung und welche Möglichkeiten zur Verfügung stehen.

re:cap_Startup-Finanzierung
Welches Instrument in welcher Startup-Phase?

Instrumente der Startup-Finanzierung

Bei vielen Startups fallen zu Beginn unzählige Aufgaben gleichzeitig an. Sie müssen einen Businessplan erstellen, das Produkt entwickeln, Mitarbeitende einstellen und sich Gedanken über die Finanzierung machen.

Dafür stehen Startups eine Vielzahl von Finanzierungsarten zur Verfügung. Werfen wir einen Blick auf die einzelnen Finanzierungsarten einer Startup-Finanzierung.

Bootstrapping, Eigen- oder Innenfinanzierung: Volle Kontrolle, aber langsames Wachstum

Beim Bootstrapping finanziert sich ein Startup aus eigenen Mitteln und Gewinnen. Es wird deshalb auch Eigen- oder Innenfinanzierung genannt. Gründende verzichten bewusst auf externes Kapital.

Bootstrapping kann während jeder Unternehmensphase zum Einsatz kommen. Für Startups, die darauf setzen, sind folgende Aspekte entscheidend:

  • Sie müssen Kosten minimieren und sich strikt an das eigene Budget halten.
  • Ziel ist es, schnellstmöglich in das operative Geschäft einzusteigen und Umsätze zu erzielen.
  • Sie sollten so früh wie möglich den Break-even erreichen und einen positiven Cashflow generieren.

Durch den Verzicht auf externe Investor:innen verwässern die Gründer:innen ihre Anteile nicht. Sie behalten die Kontrolle über ihr Startup. Sie geben keine Anteile ab und haben keine Pflichten als Schuldner:innen. Das Gründungsteam baut das Unternehmen nach den eigenen Vorstellungen auf.

Allerdings wachsen gebootstrappte Unternehmen in der Regel langsamer. Das kann Nachteile gegenüber dem Wettbewerb bringen. Dieser hat nicht nur mehr Geld für schnelleres Wachstum zur Verfügung, sondern greift oft auch auf das Netzwerk von Investor:innen zu.

Family & Friends: Das soziale Umfeld investiert

Wer nicht auf professionelle Kapitalgeber:innen setzt, kann sich auch Geld von Family & Friends besorgen. Viele Startups nutzen diese Art von Finanzierung zu Beginn ihrer Tätigkeit. Für junge Unternehmen ist das attraktiv, denn:

  • Das Kapital steht zu günstigen Konditionen bereit.
  • Die Rückzahlung ist mit privaten Investor:innen flexibler als mit professionellen Geldgeber:innen.

Startups erhalten Geld von Family & Friends oftmals als (zinsloses) Darlehen oder in Form einer Kapitalbeteiligung. Die Finanzierungssumme bewegt sich zwischen €5.000 und €20.000.

Accelerator: Direkte Beschleunigung

Ein Accelerator ist ein Programm, das Startups in ihrer Frühphase mit Finanzierungen, Infrastruktur, Netzwerk, Know-how und Coaching unterstützt. Die Startup-Förderung ist kurzfristig auf einige Monate ausgelegt.

Wie der Begriff vermuten lässt, beschleunigt ein Accelerator das Geschäft eines Startups. Um an solchen Programmen teilzunehmen, sollte die Idee bereits konkrete Formen angenommen haben. Mithilfe eines Accelerators entwickelt das Startup daraus ein funktionierendes Geschäftsmodell und kurbelt sein Wachstum an.

Für diese "Beschleunigung" setzt der Accelerator ein Coaching-Programm auf. Gegen Unternehmensanteile erhält das Startup ein Funding, üblicherweise zwischen €20.000 und €100.000.

Bekannte Accelerator-Programme sind:

  • Pro 7/Sat. 1 Accelerator
  • German Accelerator
  • Airbus Bizlab Accelerator
  • APX von Axel Springer und Porsche
  • DB Mindbox
  • Founder Institute
  • Y-Combinator

Inkubator: Hegen und pflegen

Auch der Inkubator unterstützt Startups bei der Geschäftsidee, der Entwicklung eines Geschäftsmodells, Expertise und einer Finanzierung. Inkubator-Programme setzen auf eine langfristige Zusammenarbeit. Sie ist üblicherweise auf sechs Monate bis zu fünf Jahre ausgelegt. Das Verhältnis zwischen Förderern und Startups ist entsprechend eng.

Ziel eines Inkubators ist es, das Unternehmen aus dem "Brutkasten" zu entlassen, sodass es sich selbstständig am Markt durchsetzt. Der Inkubator steigt in einer sehr frühen Phase ein, in manchen Fällen noch vor der Gründung. Im Gegenzug erhält er Firmenanteile und Mitspracherecht.

Viele Inkubatoren haben sich auf bestimmte Branche spezialisiert. Gründende sollten sich davor deshalb informieren, welches Programm für sie infrage kommt.

Bekannte Inkubator-Programme in Deutschland sind:

  • Greenhouse Innovation Lab von Gruner + Jahr und RTL
  • Hubraum der Deutschen Telekom
  • Main Inkubator der Commerzbank
  • 1st Mover

Company Builder: Sonderform der Startup-Finanzierung

Eine besondere Form der Startup-Finanzierung und -Gründung bieten Company Builder. Sie sind darauf spezialisiert, ein Startup selbst zu gründen und weiterzuentwickeln. Die Idee dafür kommt oft vom Company Builder selbst und nicht von außen.

Aufgrund dieser besonderen Konstellation nehmen Company Builder eine aktivere Rolle ein. Sie kümmern sich um Entwicklung, Vermarktung und Skalierung. Neben der Finanzierung stellen sie ein erfahrenes Management und spezialisierte Teams bereit.

Bekannte Company Builder in Deutschland, die zum Teil nicht mehr aktiv sind, waren und sind:

  • Rocket Internet
  • HitFox Group
  • FinLeap
  • FoundersLink
  • Next Big Thing

Business Angels: Zugang zu Netzwerk und Know-how

Business Angels sind Privatleute, die Startups in ihrer Frühphase finanzieren. Typische Summen bewegen sich zwischen €10.000 und €500.000.

Als Business Angels treten Gründer:innen, Unternehmer:innen oder Manager:innen auf, die bereits ein Unternehmen aufgebaut haben. Sie wissen, worauf es ankommt. Mindestens genauso wichtig wie ein Investment sind ihr Netzwerk und ihre Erfahrungen.

Durch ihre Kontakte fungieren Business Angels häufig als Bindeglied zwischen Finanzierungsphasen. Diese Beziehungen können zu einem späteren Zeitpunkt für das Startup relevant sein, etwa bei der Series A.

Auf der Website des Verbands der Business Angels in Deutschland findest du eine Übersicht über Business Angels hierzulande.

Venture Capital: Große Tickets und Kontrollverlust

Venture Capital (VC oder Risikokapital) ist eine der bekanntesten Formen der Finanzierung von Startups. 2022 investierten VCs in Deutschland knapp €10 Milliarden, weltweit mehr als $500 Milliarden in Startups.

Beim Venture Capital investiert eine Beteiligungsgesellschaft Eigenkapital in ein Startup. Vorab sammelt sie das Kapital bei institutionellen Investor:innen, Family Offices oder Unternehmen ein. Die Beteiligung ist mit hohen Risiken verbunden, hat aber auch großes Renditepotenzial.

Die Finanzierungssummen bewegen sich zwischen €100.000 und mehreren hundert Millionen Euro. Im Gegenzug erhalten Venture-Capital-Fonds Unternehmensanteile sowie Mitsprache-, Informations- und Kontrollrechte. Mit VCs geben Gründende einen Teil der Kontrolle ab und müssen im Falle eines Börsengangs oder Exits mit hohen Kapitalkosten rechnen.

Denn nach einem bestimmten Zeitraum will der VC seinen Return on Investment, die Beteiligung also gewinnbringend wieder verkaufen. 2022 lag die durchschnittliche Renditeerwartung deutscher VCs bei 36%.

Startups können in verschiedenen Unternehmensphasen auf Venture Capital zugreifen. Üblicherweise kommt es ab der Seed-Phase zur Finanzierung des weiteren Wachstums infrage.

Bekannte Venture-Capital-Fonds in Deutschland sind:

  • High-Tech Gründerfonds (HTGF)
  • Project A
  • HV Capital
  • Earlybird
  • Cherry Ventures
  • Capnamic

Weitere bekannte Venture-Capital-Fonds sind:

  • Index Ventures
  • Accel Partners
  • Sequoia Capital
  • Andreessen Horowitz
  • Tiger Global
  • SoftBank

Venture Debt: Große Summen, hohe Kapitalkosten

Venture Debt ist eine Funding-Form, die Startups vor allem zur Wachstumsfinanzierung in späteren Unternehmensphasen nutzen. Sie erhalten dafür ein Darlehen, das kurz nach oder zeitgleich mit Venture Capital zum Einsatz kommt.

Venture Debt sichert Startups Fremdkapital zwischen zwei Eigenkapitalfinanzierung. Sie bleiben dadurch liquide und verwässern ihre Anteile weniger stark. Die Finanzierung bewegt sich zwischen €100.000 und Beträgen im hohen zweistelligen Millionenbereich.

Die Finanzierung mit einem solchen Risikokredit ist aber auch mit hohen Kosten verbunden. Direkte Kosten ergeben sich aus Vorabzahlungen nach Abschluss des Venture-Debt-Vertrags sowie Zinszahlungen (zwischen 10 und 20%) über eine bestimmte Laufzeit.

Hinzu kommen indirekte Kosten wie Bezugsrechte (Warrants), die den Investor:innen den Kauf von Unternehmensanteilen zu einem späteren Zeitpunkt zusichern. Das sorgt dafür, dass Gründende weniger Kontrolle über ihr Unternehmen haben.

Da Startups mit Venture Debt Schulden aufnehmen, die – unabhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung – zurückgezahlt werden müssen, sollten sie diese Finanzierungsform genau vorab evaluieren.

Alternative Debt Funding: Maßgeschneidert und nicht-verwässernd

Für Startups und junge Unternehmen haben sich in den vergangenen Jahren eine Reihe von alternativen Fremdkapitalfinanzierungen etabliert. Ihnen gemein ist, dass sie Fremdkapital automatisiert und auf Basis von Datenanalysen spezifischer Metriken und KPIs vergeben. In der Regel werden Summen von €100.000 bis mehreren Millionen Euro finanziert. Insbesondere Fintechs haben sich darauf spezialisiert. Auch re:cap bietet diese Art der Finanzierung für Startups und SaaS-Unternehmen an.

Bei dieser Form der Startup-Finanzierung steht der Kapitalbedarf des Unternehmens im Fokus. Ziel ist es, den Bedarf zu dem Zeitpunkt zu bedienen, der für das Unternehmen ideal ist. Außerdem lassen sich die Rückzahlungszeiten sowie tilgungsfreie Zeit flexibel gestalten.

Alternative Fremdkapitalfinanzierungen bieten verschiedene Vorteile:

  • Startups sichern sich Liquidität, die sie benötigen und die zu ihrem Businessplan passt.
  • Keine Verwässerung der Unternehmensanteile.
  • Startups können flexible Laufzeiten zur Rückzahlung vereinbaren.
  • Das Funding beinhaltet keine Warrants (Bezugsrechte) oder Equity Kicker.
  • Die Finanzierung kann maßgeschneidert zu bestimmten Zeitpunkten erfolgen, sodass Startups die unnötige Kapitalkosten einer Überfinanzierung vermeiden.

Revenue Based Financing und Recurring Revenue Financing

Revenue Based Financing (RBF) und Recurring Revenue Financing (RRF) fallen ebenfalls in die Kategorie der alternativen Finanzierungen.

Revenue Based Financing

RBF ist eine nicht-verwässernde Finanzierung, die auf den Umsätzen eines Unternehmens beruht. Sie ist vor allem für Startups mit wiederkehrenden Einnahmen interessant, die damit ihr Wachstum finanzieren wollen. Beim Revenue Based Financing erhalten Investor:innen im Gegenzug für ihr Investment einen vorab festgelegten monatlichen Prozentsatz am Umsatz des Unternehmens.

Wandeldarlehen: Schnelle Lösung für Bestandsinvestoren

Bei einem Wandeldarlehen (engl. Convertible Loan) erhalten Startups Fremdkapital in Form eines Darlehens. Die Investor:innen erhalten im Gegenzug die Option, das Darlehen bei der nächsten Finanzierungsrunde in Unternehmensanteile umzuwandeln. In seltenen Fällen können zusätzlich monatliche Zinszahlungen anfallen.

Gerade für junge Unternehmen mit Bestandsinvestoren sind Wandeldarlehen interessant. Denn sie kennen das Geschäftsmodell und das Startup. Das trägt zu einer schnelleren Abwicklung bei. Außerdem ist der Verwaltungsaufwand gering. Ein Wandeldarlehen benötigt keine notarielle Beglaubigung.

Schwarmfinanzierungen: Kapital von der Crowd

Crowdfunding, Crowdinvesting, Crowdlending: Startups können Geld auch mit der Unterstützung vieler einzelner Investor:innen einsammeln.

Bei Schwarmfinanzierungen geben viele Personen Kleinbeträge und finanzieren so die Idee eines Unternehmens. Der Austausch zwischen Kapitalgeber:innen und Kapitalnehmer:innen erfolgt direkt über eine Plattform. Es sind keine Banken, institutionelle Investor:innen oder Fonds dazwischengeschaltet.

Für die Finanzierung mithilfe des Schwarms kommen üblicherweise drei Methoden in Frage:

Crowdfunding

Hier steht nicht der Profit im Vordergrund, sondern die Umsetzung einer Idee oder eines Produkts. Im Gegenzug erhalten die Beteiligten das fertige Produkt, das das Unternehmen mit dem gesammelten Kapital realisiert hat.

Crowdinvesting

Hier ist der Investitionscharakter deutlich präsenter. Viele Einzelne finanzieren mit kleinen Beträgen (oft ab €100) das Projekt eines Startups. Im Gegenzug erhalten sie eine vorab festgelegte, prozentuale Vergütung ihres Investments. Mitsprache- oder Kontrollrechte sind nicht vorgesehen.

Crowdlending

Bei dieser Finanzierungsform gibt eine Vielzahl an Menschen mit geringen Beträgen einen Kredit an ein Startup. Das Startup zahlt den Kredit innerhalb einer vereinbarten Laufzeit inklusive Zinsen zurück.

Bankkredit: Für etablierte Unternehmen geeignet, nicht zwingend für Startups

Der Bankkredit ist für etablierte Unternehmen die gängigste Finanzierungsform. Sie erhalten Fremdkapital, das sie in einem bestimmten Zeitraum zu einem festgelegten Zinssatz wieder zurückzahlen. Die Bank erhält keine Mitsprache- oder Kontrollrechte.

Durch die vorab festgelegten Konditionen und fixen Rückzahlungsvereinbarungen ist ein Bankkredit eine gut planbare Finanzierungsart.

Für die meisten Startups kommt ein klassischer Bankkredit dennoch nicht infrage. Denn Banken sind risikoscheu. Sie verlangen nach einem profitablen und bereits bewährten Geschäftsmodell, stetigen Umsätzen und Sicherheiten wie Immobilien. Das sind allesamt Dinge, die innovative, technologieorientierte Startups in der Regel noch nicht bieten können.

Ein Bankkredit ist deshalb nur für wenige junge Unternehmen relevant. Falls doch, ist ein detaillierter Business- und Finanzierungsplan notwendig sowie ein gewisses Maß an Sicherheit, etwa in Form von Eigenkapital.

Förderkredite: Startup-Finanzierung von staatlicher Seite

Finanzierung in Form von Fremdkapital erhalten Startups aber nicht nur bei klassischen Banken, sondern auch von staatlicher Seite. Dabei handelt es sich um Förderkredite mit günstigen Konditionen und vereinfachtem Zugang für junge Unternehmen. Diese werden meist vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) initiiert.

So vergibt beispielsweise die KfW Gründungs- und Förderkredite an Startups sowie kleine und mittlere Unternehmen. Die Summen bewegen sich zwischen €125.000 und €25 Millionen. Die KfW vergibt in Kooperation mit Banken die Kredite. Sie übernimmt dabei einen Großteil des Risikos oder ermöglicht Finanzierungen ohne Eigenkapital.

Die Finanzierung mittels staatlicher Startup-Förderung ist beliebt: 2022 nutzten fast 47% der deutschen Startups diese Finanzierungsform.

Gründerwettbewerbe: Feedback einholen und Netzwerk erweitern

Bei Gründerwettbewerben pitchen Startups ihre Geschäftsidee vor einer Fachjury. Das Preisgeld liegt in der Regel zwischen 10.000 und €50.000.

Gründerwettbewerbe eignen sich vor allem in einer frühen Phase zur Startup-Finanzierung. Genauso wichtig wie Kapital ist die Rückmeldung einer Fachjury zur Geschäftsidee und dem Businessplan sowie der Zugang zu einer breiten Öffentlichkeit. All das kann für kommende Finanzierungsrunden relevant werden.

Politik und Wirtschaft initiieren Gründungswettbewerbe oftmals gemeinsam. Sie sollen dabei helfen, die Existenzgründung zu vereinfachen und Startups und potenzielle Investor:innen zusammenzubringen. Wettbewerbe finden für Startups in verschiedenen Unternehmensphasen und Branchen statt.

Universitätsprogramme: Gründung aus dem Studium heraus  

Viele Startups gründen sich aus dem Studium heraus. Universitäten und Fachhochschulen sind ein ideales Umfeld, um mit anderen an Ideen zu arbeiten und die ersten Schritte in Richtung Gründung zu gehen. Aus diesem Grund bieten Hochschulen verschiedene Programme und Gründerstipendien an, um die Gründenden beim Start zu unterstützen.

Ein Gründerstipendium bietet in der Regel kein Kapital für Investitionen, sondern Unterstützung (etwa bei den Lebenshaltungskosten), damit sich Gründende voll auf ihre Idee konzentrieren können. Daneben stellen Hochschulen ihr Know-how, technische Ausrüstung oder Labore zur Verfügung.

Studierende mit einer Geschäftsidee erhalten Zeit und Ressourcen, um ein marktfähiges Produkt, einen Prototyp oder einen Businessplan zu entwickeln.

Wie finde ich das Funding, das zu meinem Startup passt?

Startups stehen eine Vielzahl von Finanzierungsformen zur Verfügung. Bei der Auswahl spielen verschiedene Kriterien eine Rolle. Zwei maßgebliche Fragen dabei sind:

  • Was bietet mir die Finanzierung für eine Kapitalart und welche zusätzliche Unterstützung erhalte ich dadurch?  
  • In welcher Phase befinde ich mich und welches Funding ist in dieser Phase das richtige?

Die Übersicht gibt einige Anhaltspunkte, wie sich die einzelnen Finanzierungsformen einteilen lassen.

re:cap_Startup-Finanzierung
Welches Instrument bietet welche Vorteile?

Aber: Nicht jedes Instrument eignet sich in jeder Phase. Ein Startup, das bereits Umsätze erzielt und sich im Wachstum befindet, benötigt eine größere Summe, als diese Family & Friends bereitstellen können.

Wie bestimmt also die Phase des Unternehmens die Art der Startup-Finanzierung?

Startup-Finanzierung in der Early Stage

Die Frühphase eines Unternehmens lässt sich in Stealth Mode, Pre-Seed und Seed unterteilen. Zwischen den einzelnen Bereichen gibt es keine trennscharfen Linien. Ein Startup bestimmt selbst, in welcher Phase es sich befindet oder ob diese Einteilung überhaupt sinnvoll ist.

Stealth Mode: Im Verborgenen vorbereiten

Der Stealth Mode beschreibt die Vorgründungsphase. Die Gründenden arbeiten im Geheimen an ihrem Projekt. Es besteht eine Idee von einem Produkt oder einer Dienstleistung. Sie entwickeln einen Businessplan, die Vorbereitung auf die Unternehmensgründung und die Planung der Organisation beginnt.

Pre-Seed und Seed: Konkrete Planung und erste Erfolge

Die Pre-Seed- und Seed-Phase beinhaltet die Unternehmensgründung, die Markteinführung, erste Vertriebsaktivitäten und den Aufbau eines Teams. Diese Phase kann bis zu drei Jahren dauern und beinhaltet auch eine erste Finanzierungsrunde.  

Diese Phasen sind meist kapitalintensiv. Das Startup erzielt nur wenige Umsätze, gleichzeitig müssen Produktentwicklung vorangetrieben und ein Team aufgebaut werden. Das Geld für diese Investitionen stammt aus den eigenen Mitteln der Gründenden, Fördermitteln, Family & Friends, Venture Capital oder Business Angels.

Startup-Finanzierung in der Growth Stage

Nach dem erfolgreichen Start des Startups geht es vor allem darum, eine schnelle Marktdurchdringung zu schaffen und das Geschäftsmodell zu skalieren. Das Startup entwickelt sich zum Scaleup. Gleichzeitig steht der Aufbau von Marketing- und Vertriebsaktivitäten im Vordergrund.

Wachstum bedeutet im Startup-Kontext oft, viel Geld zu verbrennen (engl. Cash Burn). Deshalb kann auch diese Phase sehr kapitalintensiv sein.

Kapitalintensive Phase und diverse Kapitalstruktur

Jedoch trifft das Mantra von "Growth at all costs" nicht mehr auf alle Startups zu. Viele schlagen – aufgrund eines veränderten Umfelds – früher den Weg in Richtung Profitabilität ein. Effizientes Arbeiten mit dem zur Verfügung stehenden Kapital ist wichtiger geworden, gerade im Hinblick auf die Ansprache neuer Investor:innen.

Die Wachstumsphase kann mehrere Jahre dauern und ist geprägt von immer neuen Finanzierungsrunden – etwa Series A, B und C. Auch hier gibt es keine strikte Trennung. Neben der Eigenkapitalfinanzierung treten in der Growth Stage auch zunehmend alternative Finanzinstrumente in Erscheinung, die auf Fremdkapital beruhen. Das Startup stellt seine Kapitalstruktur diverser auf.

Startup-Finanzierung in der Later Stage

In der Later Stage ist das Startup schon einige Jahre erfolgreich am Markt. Der Begriff Startup ist in vielen Fällen nicht mehr passend, da es sich um große Unternehmen mit mehreren hundert Mitarbeitenden und festen Strukturen handelt.

Ein Startup wird erwachsen

Das Unternehmen verzeichnet in dieser Phase stabile Umsätze, hat sich gegen die Konkurrenz durchgesetzt, vielleicht sogar schon den Break-even erreicht oder Mitbewerber:innen akquiriert.

Nun gilt es, die Strukturen weiter zu professionalisieren und die Expansion voranzutreiben. Hierbei kann der Schritt an die Börse sinnvoll sein. Das dort eingeworbene Kapital verwendet das Unternehmen für Umstrukturierung, eine weitere Diversifikation seiner Produkte und den Eintritt in neue Märkte.

Für welche Startup-Phase eignet sich welche Finanzierungsart?

Early, Growth und Later Stage sind grobe Richtwerte, an denen sich Startups orientieren können. Nur wenige Existenzgründungen erfolgen genau planbar und enden in einem erfolgreichen Börsengang oder Exit.

Vielmehr müssen Startups beim Funding der einzelnen Phasen flexibel reagieren und genau evaluieren, welches Instrument das richtige ist.

re:cap_Startup-Finanzierung
Die durchschnittliche Eigenkapitalverwässerung in den einzelnen Phasen.

Denn an einem bestimmten Punkt muss ein junges Unternehmen sich die Frage stellen, welcher Finanzierungs-Case es sein möchte und was am besten zu den Vorstellungen und Ideen passt. Ein Unternehmen, das sich mit Hilfe von Risikokapital finanziert, muss andere externe Wachstumserwartungen erfüllen als ein Startup, das aus eigenen Mitteln wächst.

Diese Frage nach dem Finanzierungs-Case hängt eng damit zusammen, ob das Startup:

  • Unternehmensanteile abgibt,
  • Unternehmensanteile behält,
  • eine Förderung in Anspruch nimmt,
  • einen Kredit aufnimmt oder
  • einen Funding-Case mit unterschiedlichen Formen anstrebt.

Für jeden Fall gibt es Vor- und Nachteile. Gründende müssen vorab abschätzen, ob der Aufbau ihres Geschäfts eher kapitalintensiv ist oder nicht.

Bewegt sich ein Unternehmen beispielsweise in einem Markt, in dem bereits andere Anbieter:innen aktiv sind und viel Zeit in die Produktentwicklung fließt, kann es sinnvoll sein, Unternehmensanteile abzugeben, um sich mit einer größeren Summe Eigenkapital zu finanzieren.

Die Vorbereitung auf eine Startup-Finanzierung

Vor jedem Funding steht eine Reihe von Aufgaben an, die das Startup bewältigen muss. Ob Finanzierung oder Unternehmensgründung: Alles beginnt mit dem Businessplan.  

Alles beginnt mit dem Businessplan

Ob bei Fremd- oder Eigenkapital: Ein Businessplan ist Pflicht. Er dient dazu, Investor:innen, Banken und andere Kapitalgeber:innen zu überzeugen. Und er hilft Gründenden, ihre Ideen in ein unternehmerisches Konzept und in das wirtschaftliche Umfeld einzuordnen.

Üblicherweise beinhaltet der Businessplan:

  • Die Executive Summary
  • Informationen über das Geschäftsmodell und die Idee
  • Informationen zu den Gründenden
  • Eine Markt- und Wettbewerbsanalyse
  • Informationen zu Marketing und Sales
  • Planung der Produktentwicklung
  • Informationen zur Personalplanung
  • Eine SWOT-Analyse
  • Den Finanzplan

Der Finanzplan ist das Herzstück des Businessplans

Der Finanzierungsplan ist der essenzielle Bestandteil eines Businessplans. Er beantwortet die Frage, wie viel Geld ein Startup benötigt.

Darin erklären die Gründenden anhand von Schätzungen und Hochrechnung:

  • Wie viel Kapital ihr Startup braucht, um alle Kosten zu decken.
  • Wie viel ihr Startup voraussichtlich mit der Geschäftsidee verdienen kann.

Der Finanzplan gibt Investor:innen und Banken einen Anhaltspunkt, ob sich eine Investition lohnt und sie ihr Geld wieder zurückbekommen.

Das Pitchdeck enthält die wichtigsten Informationen

Wenn Startups ihre Idee Investor:innen vorstellen, dann "pitchen" sie ihr Geschäftsmodell. Für diesen Pitch braucht es ein Pitchdeck.

Ein Pitchdeck ist eine Präsentation. Sie basiert auf den wichtigsten Fakten und Informationen zum Geschäftsmodell. Alles, was nicht zur Erklärung der Idee beiträgt, kann raus. Der Pitch zeigt Interessenten, welche Potenzial das Produkt und das Marktumfeld bieten, idealerweise mit Zahlen untermauert.

Das Deck benennt das Problem und die Lösung des Startups. Es zeigt sein Alleinstellungsmerkmal und ob es bereits Wettbewerber:innen gibt. Das Pitchdeck soll Geldgeber:innen das Investieren “schmackhaft” machen und ihnen zeigen, welche Chance sie möglicherweise verpassen.

Ansprache von Investor:innen und Elevator Pitch

Die Ansprache von Investor:innen hängt eng mit dem Pitchdeck zusammen. Bevor Gründende sich an Geldgeber:innen wenden, müssen sie sich darüber im Klaren sein, was sie wollen:

  • Sind die Gründenden risikoavers oder risikoaffin?
  • Wollen sie sich dem Druck einer VC-Finanzierung aussetzen?
  • Soll das Unternehmen schnell oder langsam wachsen?

Hier hilft eine realistische Selbsteinschätzung, welcher Gründertyp man ist.

Das bestimmt letztendlich auch die Ansprache von Investor:innen. Denn die Gespräche mit einem Venture-Capital-Fonds laufen anders ab als mit einem Family Office oder einem Business Angel. Banken beachten wiederum andere Dinge als staatliche Kapitalgeber:innen.

Kommt es zum Gespräch mit Investor:innen müssen die Gründenden die wichtigsten Punkte kondensiert und in wenigen Minuten vermitteln können. Das nennt man Elevator Pitch. Der Elevator Pitch ist eine Zusammenfassung von Business- und Finanzplan sowie dem Pitchdeck.

Unternehmensbewertung: Wie viele Anteile gebe ich ab?

Ob Pre- oder Post-Money-Bewertung, Venture-Capital-Methode oder Discounted Cash Flow: Zur Vorbereitung einer jeden externen Finanzierung mit Risikokapital gehört es, dass sich Startups Gedanken zu ihrer Unternehmensbewertung machen.

Damit verbunden ist die Überlegung, wie viel Geld sie aufnehmen und wie viel Anteile sie dafür abgeben möchten. Eine realistische Berechnung des Unternehmenswerts ist für die Gespräche mit Investor:innen relevant. Setzen Startups zu hoch an, schreckt das Kapitalgeber:innen ab. Bei einem zu niedrig bestimmten Wert verkaufen die Gründenden Anteile unter Wert und verwässern zu stark.

Folgende Faktoren haben einen Einfluss auf die Bewertung und geben Startups erste Anhaltspunkte:

  • Reputation der Gründenden: Haben sie bereits gezeigt, dass sie ein Startup aufbauen können?
  • Ein erfahrenes Team, das den Zielmarkt und das Geschäftsumfeld kennt
  • Erste Vertriebserfolge
  • Das Potenzial in andere Märkte zu expandieren
  • Der USP des Produkts und das Geschäftspotenzial, das damit einhergeht

Fazit: Startup-Finanzierung ist komplex, aber essenziell  

Das Funding eines Startups ist kein Selbstläufer. Gründende müssen sich darauf konzentrieren, dass immer genug Geld vorhanden ist, um den Aufbau des Unternehmens voranzutreiben.

Dafür stehen Startups heute eine Vielzahl von Finanzierungsarten offen. Welche Form letztendlich die passende ist, hängt vom Geschäftsmodell, Marktumfeld und den Zielen der Gründenden ab. Gleichzeitig können auch externe Faktoren, wie etwa ein schwächelndes VC-Geschäft oder ein teures Zinsumfeld, eine Rolle spielen. Darauf haben Startups nur wenig Einfluss.

Startups müssen sich genau überlegen, welchen Weg sie bei der Finanzierung einschlagen. Egal, ob mit Fremd- oder Eigenkapital, alternativen oder klassischen Instrumenten: Finanzierungsentscheidungen können langfristige Auswirkungen haben. Diese sollte das Gründungsteam genau evaluieren.

FAQs

Didn’t find an answer? Talk to us.

How do SaaS companies work?

SaaS stands for Software-as-a-Service and refers to a licensing and distribution model by which companies offer software solutions online as a service.

What growth stages do SaaS companies go through?

After the preparatory early-stage phase, the product goes live, becomes better known, and establishes itself in the market, before the customer base ideally expands significantly and finally either a company sale, a merger, or further growth takes place.

Why is revenue financing ideal for SaaS companies?

In the important second growth phase, when SaaS companies are already on the market and generating recurring revenue, revenue financing provides flexible SaaS funding based on the ARR without dilution or loss of control.

What is ARR?

ARR refers to annual recurring revenue. Specifically, in the subscription economy, ARR refers to the annual value of regular revenue generated through subscriptions.

What does ACV mean?

ACV stands for Annual Contract Value and in a SaaS business, it refers to the average annual value of a subscription - i.e., the holistic contract value excluding one-time fees divided by the contract term in years.

FAQs

Didn’t find an answer? Talk to us.

What is a corporate loan?

As a counterpart to the personal loan, the corporate loan serves entrepreneurial purposes - as a short-term cash injection for liquidity needs or as an investment for long-term growth. Entrepreneurs use the borrowed capital, for example, for new personnel, a larger office, marketing, better hardware, or the company's establishment.

What kind of business loans are there?

A short-term business loan runs for a few months or years, while a long-term loan runs for several years. If a company needs capital quickly, an overdraft is an excellent short-term loan financing option - there are not many conditions to be met for this, as the principle is similar to an overdraft.

What are the providers of business loans?

There are many providers of business loans. Three overriding types come into focus:
- via the principal bank
- state-subsidized
- digital solutions
The first way is via the branch banks. The options are diverse, whether long-term or short-term credit, investment or working capital credit, just like the linked conditions. Subsidized corporate loans are also run through the house bank, but regional or nationwide development banks (such as KfW) are involved here.
Modern solutions come from FinTechs that specialize in smart financing. Whether credit or alternative, this is where startups and large companies meet technology-savvy innovators of the digital age.

What is the advantage of corporate loans?

A corporate loan is usually available quickly. In addition, because it is debt financing, founders do not have to give up control as well as company shares and do not have to share profits with lenders.

What is the disadvantage of business loans?

Business loans come with interest and are often tied to a specific purpose, so entrepreneurs are limited in how they can use the capital. It is also usually a restrictive concept with strict repayment terms, warrants, and very little flexibility - which is why many companies are looking for a suitable loan alternative.

How do credit and loans differ?

Some refer to short-term financial assistance and a smaller amount as a loan and to longer terms and higher capital as a loan. However, the terms are usually used interchangeably.

What are the interest rates on corporate loans?

They can be less than 1% or in the double digits. The credit rating determines this: the higher the risk class, the higher the interest rates. The amount of capital, term and any collateral also determine the interest rate. Therefore, it is always a good idea to compare different corporate loans.

Who grants corporate loans?

Companies can obtain the traditional loan from their principal bank - a government subsidy via federal or regional development banks is also possible. Modern variants come from FinTechs, which use technology-driven solutions for smart financing.

What are the alternatives to corporate loans?

Various financing solutions work with equity and debt. With equity financing such as venture capital, founders lose valuable company shares and often have to give a say. A particularly smart alternative to corporate loans and equity financing is non-dilutive, non-restrictive and very flexible turnover financing.

What is the best credit alternative?

There is no all-comprising answer to this question, as financing is always an individual solution. However, recurring revenue financing is increasingly establishing itself as a particularly attractive and popular alternative to loans and equity financing.

What makes re:cap stand out as an alternative to loans?

With re:cap, SaaS companies can obtain growth capital very easily and quickly - up to 50% of ARR. The innovative funding works with planned revenues and also flexibly aligns repayments accordingly. In addition to on-demand financing, re:cap offers valuable insights and benchmarks on request.

FAQs

Didn’t find an answer? Talk to us.

What does debt financing mean?

In debt financing, companies receive a certain amount of money from an external investor. The company holds the debt capital for a limited period and must be repaid - usually with interest and within a fixed time duration.

What does debt capital include?

Debt capital includes typical liabilities of a company, such as loans, bonds, and provisions, as well as unique forms like deferred income.

What are examples of debt financing?

There are various types of debt financing, which can basically be divided into short-term and long-term debt. Unique and mixed forms are also possible - examples:
- Short-term: overdraft, trade credit, acceptance credit
- Long-term: promissory note loans, bonds, long-term bank loans
- Special form: leasing, factoring, asset-backed securities
- Mixed form: mezzanine as a mix of equity and debt financing

What is short-term debt capital?

Short-term debt capital is provided to companies for a short period of time - repayment usually takes place within a few months. Such capital is primarily used to meet short-term liquidity needs.

What is long-term debt?

Long-term debt capital is provided to companies for a longer period of time - repayment usually occurs within several years. The capital is used for investments.

What is the difference between equity and debt financing?

From the perspective of the capital providers, it is primarily a question of liability because, in the case of equity financing, capital providers are liable for entrepreneurial activities. In return, they usually receive a share and benefit directly from the profits. Because founders relinquish shares and entrepreneurial control, this is referred to as a dilutive type of financing. This is not the case with debt financing, which involves interest and is generally more restrictive.

FAQs

Didn’t find an answer? Talk to us.

How can I finance my startup?

From bank loans to private savings to equity financing: There are many ways to finance a startup - through external providers and your own capital. As a novel and popular solution, so-called revenue financing is also becoming more and more established in Germany.

Which companies fund startups?

In addition to investment companies from the venture capital segment, there are innovative FinTech companies such as re:cap. They innovate to create modern funding solutions. re:cap enables companies in the subscription economy to trade future revenues for on-demand, non-dilutive capital. Fast, transparent and easy.

Who is startup funding with re:cap suitable for?

The funding solution from re:cap is specifically aimed at subscription companies that reach a growing customer base with their already launched product and generate predictable, recurring revenues. In addition, the legal entity must be at least partially located in the EU.

How quickly can I get startup funding?

As long as you are within your financing limit, you can access new funds as often as you like. The financing limit will be increased based on the growth of your business and the track record on the re:cap platform.
The funding will typically arrive in your bank accounts within two business days once it gets approved.

FAQs

Hast du keine Antwort gefunden? Sprich mit uns.

Was ist Betriebskapital?

Das Betriebskapital wird auch als Betriebskapital bezeichnet. Es ist die Differenz zwischen Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten und gibt als Bilanzkennzahl Auskunft über das Grundkapital und die Finanzkraft von Unternehmen.

Was sagt uns das Betriebskapital?

Die Zahl des Betriebskapitals gibt Aufschluss darüber, welche Mittel im regulären Geschäftsbetrieb gebunden sind — sie kann auch verwendet werden, um festzustellen, ob eine Betriebsmittelfinanzierung erforderlich ist.

Ist ein hohes Betriebskapital gut oder schlecht?

Ein positiver Wert zeigt, dass das Umlaufvermögen die kurzfristigen Verbindlichkeiten decken kann - dies ist wichtig im Hinblick auf die goldene Regel der Bilanz. Ein negativer Wert signalisiert ein Risiko, da die betroffenen Unternehmen als illiquide gelten. Dies kann zu finanziellen Engpässen führen.

Kann das Betriebskapital zu hoch sein?

Die Frage nach der Höhe des Betriebskapitals wird je nach Unternehmen oder Geschäftsmodell unterschiedlich beantwortet — vor allem branchenübergreifend. Ein zu hohes Betriebskapital deutet jedoch häufig darauf hin, dass das Betriebskapital weniger sinnvoll eingesetzt und zu viel Geld gebunden wird.

Was sind Beispiele für Betriebskapital?

In der Unternehmensführung handelt es sich beim Betriebskapital in der Regel um indirekte und langfristige Güter, die Unternehmen für ihre Produkte und Dienstleistungen benötigen. Es wird zwischen materiellen Ressourcen wie Lager- und Büroräumen und immateriellen Ressourcen wie Lizenzen unterschieden.

Wie funktioniert die Betriebsmittelfinanzierung?

Die Betriebsmittelfinanzierung ermöglicht es Unternehmen, ihr Betriebskapital zu erhöhen und einen positiven Wert zu generieren. Es bietet ihnen kurzfristige liquide Mittel, um Verbindlichkeiten zu bezahlen oder Investitionen zu tätigen.

Was sind die verschiedenen Betriebskapitaloptionen?

Die Betriebsmittelfinanzierung ist vielfältig. Je nach Branche und Geschäftsmodell kommen daher verschiedene Arten in Betracht, wie zum Beispiel Inanspruchnahme der Kreditlinie, Forderungskredit, Factoring und Inventarkredite. Immer beliebter werden alternative Lösungen wie die nicht verwässernde und nicht restriktive verkaufsorientierte Finanzierung.

FAQs

Didn’t find an answer? Talk to us.

What is a convertible loan?

The definition of a convertible loan is simple: it is a normal loan in which the company does not repay the borrowed amount after the expiration of the term, but converts it into company shares. It is therefore technically a combination of both equity and debt.

How does a convertible loan work?

The following scenario is a typical example of a convertible loan: A company receives capital with a predefined interest rate. The parties agree on a term and also a discount on the company's shares, which acts as a risk compensation. At the end of the term, the investor receives the shares in the amount of the convertible loan plus interest - so-called qualified capital for the company.

How high are convertible loans?

Usually, convertible loans are around 100,000€ - but they can also be up to 400,000€ and more. To collect as much capital as possible, start-ups often arrange several convertible loans with different investors.

What should a convertible loan agreement regulate?

In principle, there is freedom of contract here - a convertible loan agreement is therefore not subject to any legal rules. The following components are the basis: the amount of the loan, the interest rate and discount, and the term. In addition, some parties agree on a cap (maximum valuation) or a floor (minimum valuation). Subordination is also included in many convertible loan agreements.

What is an alternative to the convertible loan?

Founders can obtain convertible loans quickly and easily and use them flexibly. These advantages also characterize re:cap's convertible financing. However, convertible financing involves giving away shares. This is not the case with re:cap's solution, which is non-dilutive funding for sustainable growth. Therefore, it is an ideal alternative to the convertible loan.

FAQs

Didn’t find an answer? Talk to us.

Is crowdfunding free of charge?

No. In case of success - i.e. if your project reaches its target budget - you pay platform and transaction fees between 4 and 12 percent to the crowdfunding platform. The exact amount depends on the platform. If your campaign fails, you pay nothing.

Why is crowdfunding so popular?

Crowdfunding brings many advantages. The fact that the legal form and creditworthiness of the project do not play a role in crowdfunding certainly plays a major role in its popularity. Thus, especially creative people and artists of all kinds, as well as non-profit initiatives, can collect money for their projects. The positive marketing effects, as well as customer proximity and loyalty, also ensure the good reputation of crowdfunding.

Who is crowdfunding suitable for?

Crowdfunding originates in the artistic sector for financing various creative projects in the fields of music, film, theater, and art. Today, however, it is also used by private individuals, non-profit organizations, and companies of all kinds - whether in the startup phase or as a boost in ongoing operations.

What are the different variants of crowdfunding?

There are four types of crowdfunding, which differ primarily in the consideration:
1) In equity based crowdfunding, investors receive returns on their investments.
2) In reward based crowdfunding, the initiators provide non-cash or intangible compensation for the investment.
3) In donation based crowdfunding, investors donate their contribution.
4) In lending based crowdfunding, the investors grant private loans with a fixed interest rate to the initiators.

How do I receive crowdfunding?

Whether you are a startup or a medium-sized company: crowdfunding can theoretically be 'applied for' by anyone. However, success depends on how many investors are convinced by the project. Anyone who wants to try their hand at crowdfunding must first create a campaign on one of the common crowdfunding platforms and advertise it on their own channels.

Does crowdfunding make sense?

Crowdfunding offers particularly many advantages for private, non-profit, and creative projects - or as a supplement to public funding. In addition, crowdfunding can be particularly worthwhile for early-stage startups that have largely completed their product development and now need fresh capital for growth. Young companies that want to test their business model or product can also benefit from the communication and participation of a crowdfunding campaign - providing an indicator for other forms of financing.

Is crowdfunding proprietary or debt financing?

Crowdfunding is financing based on debt capital. The capital provided comes from a large number of investors, mostly private individuals and companies - the so-called crowd or swarm. Hence the term 'crowd financing'.

What are the alternatives to crowdfunding?

Crowdfunding is considered an alternative financing option, which is opposed by several common alternatives (or supplements). Among them are public funding, corporate credits, venture capital, or even founder competitions. Newer forms of financing, such as re:cap's recurring revenue financing, offer another alternative to crowdfunding.

FAQs

Didn’t find an answer? Talk to us.

What is factoring?

The definition of factoring is simple: to quickly receive the money from open invoices and generate liquidity, companies hire a factor who settles the outstanding payments as an advance and takes over the accounts receivable management. It is therefore a sale of receivables.

How does the selling receivables work?

The factor checks the verity of the invoice and the creditworthiness and default risk of the debtor. Then the factor pays the majority of the outstanding invoice amount to the contracting company, usually within 48 hours. After the factor has collected the receivable from the debtor, the company receives the remaining gross amount that the factor has retained as security.

What types of factoring are there?

Anyone interested in factoring should take a closer look at their options because there are differences. In recourse factoring, the factor bears the full risk of default. Less secure - from the point of view of the selling company - is non-recourse, in which there is no protection against bad debts. If companies do not want their customers to know about factoring, they can choose the silent option.

What are the risks involved in factoring?

Since there is a large number of factoring companies, companies can quickly end up with a provider whose credit rating itself is weak. However, the performance of a factor is not always directly apparent. In the worst case, the assigned factor goes insolvent and the company loses a lot of money. In addition, some customers see it as a sign of mistrust if it is not the company providing the service that demands payment but a third party unknown to them - this could be circumvented by silent factoring.

What are the costs of factoring?

There is no single answer to this question because the fees are very opaque - based on various key business figures. In addition, the total costs are not only made up of a clearly defined factoring fee but of several items. Interest often accrues as well.

What are the most popular alternatives to factoring?

TexSince factoring is revenue-based financing, other revenue financing options are also great alternatives to factoring. This is also true for re:cap's solution - it is tailor-made for companies with a subscription business model that generate predictable, recurring revenue.t

FAQs

Didn’t find an answer? Talk to us.

What are venture capital alternatives?

Venture capital is not suitable at all times - and not for every type of company. Common alternatives are:
- Venture debt (hybrid debt financing),
- Founder competitions,
- Government subsidies
- or alternative forms of financing,such as crowdfunding.
Companies with subscription business models can also exchange their future revenues for immediately available capital - with re:cap financing.

When is venture capital worthwhile?

Generally for founders and entrepreneurs in the growth phase. But not every startup is attractive to investors. Venture capital funding is worthwhile when the business idea is innovative, the sales argument is clearly recognizable, and the founding team is convincing. In addition, the market must promise growth.

How do I get venture capital?

Private venture capitalists, also known as business angels, and so-called venture capital companies provide equity capital. But not just like that. If you want to go into fundraising, you have to be convincing. Prerequisites are a watertight pitch, a realistic understanding of the current company valuation, the amount of capital needed and the time frame in which the capital is needed.

How does venture capital work?

Venture capital is a form of private equity financing in which venture capital companies provide capital to promising unlisted companies in exchange for a stake in the company. Those who want to grow their company with venture capital must first contact investors and convince them of the company's merits.

How long does venture capital take?

Often several months pass between the start of fundraising and the receipt of venture capital. The pitch only follows after the founding team has identified potential investors. Afterward, the company is preliminarily reviewed by the potential investors. If this goes well, a term sheet is signed, followed by due diligence. The capital will flow only when the investment documentation has been completed.
If you can't or don't want to wait that long, you can look for alternative forms of financing like the one offered by re:cap. With re:cap you can bridge the time to the next round and thus, optimize the upcoming financing round. At the same time, this increases your options when looking for investors.

FAQs

Didn’t find an answer? Talk to us.

What is alternative financing?

These are forms of financing that companies can use as an alternative to established models such as loans - they are often modern solutions that are quickly and easily available digitally.

What are the different types of alternative financing?

The market for alternative financing options is growing, so companies can already choose a model that suits them individually. The better-known ones include convertible loans, factoring, crowdfunding, and venture debt. Alternative debt instruments, including recurring revenue financing or revenue-based financing, which have been successfully established in the U.S., are still rather new in Germany but becoming increasingly well-known and popular.