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February 2, 2024
Lesedauer: 7 Minuten

Venture Debt: Der Guide für Unternehmen

Alles, was du über Venture Debt wissen musst.

Der Bankkredit ist keine Option, aber ein Startup möchte dennoch ohne Eigenkapital wachsen? Dann hilft Venture Debt. Das Risikodarlehen zur Wachstumsfinanzierung hat sich als Ergänzung zu Venture Capital etabliert. Was müssen Startups wissen?

Venture Debt hat sich als Begriff in der Startup-Szene etabliert. Mit der heutigen Intention angewandt wurde das Finanzprodukt erstmals in den 1970er-Jahren. Damals gab Banken wie die Silicon Valley Bank Venture Debt zur Finanzierung von Hardware, Maschinen und Büroausstattung aus.  

Seither hat sich einiges getan – und Venture Debt kommt heute nicht mehr nur für die Finanzierung von Gütern in Frage.

Dieser Artikel befasst sich mit der Funktionsweise von Venture Debt, welche Unternehmen und Use Cases dafür in Frage kommen und wie das Zusammenspiel von Venture Debt und Venture Capital für Startups aussieht.

re:cap_Venture Debt_Überblick
Eine kurze Übersicht zum Thema Venture Debt.

Was ist Venture Debt?

Heute ist Venture Debt ein Risikodarlehen, das Startups vor allem zur Wachstumsfinanzierung nutzen. Es wird deshalb auch Growth Capital (engl. Wachstumskapital) genannt.

Venture-Debt-Darlehen werden üblicherweise kurz nach oder zeitgleich zu einer Venture Capital aufgenommen. Dieser Risikokredit sorgt dafür, dass Startups Fremdkapital zwischen ihren Eigenkapitalrunden erhalten, liquide bleiben und ihre Anteile am Unternehmen weniger verwässern.

Als Lender von Venture Debt treten institutionelle Investor:innen in Form von Venture-Debt-Fonds, Banken oder staatlichen Förderinstitute auf.

Wer gibt Venture Debt aus?

Venture Debt wird von staatlichen und privaten Akteur:innen ausgegeben. Beide haben unterschiedliche Herangehensweisen bei der Zusammenarbeit mit Unternehmen.

In Deutschland und Europa treten auf staatlicher Seite etwa die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit dem "Venture Tech Growth Financing" oder die Europäische Investitionsbank (EIB) auf. Während es für die EIB kein Muss ist, mit einem Venture-Debt-Fonds zusammenzuarbeiten, finanziert die KfW ausschließlich in Kooperation mit privaten Venture-Debt-Geber:innen. Venture-Debt-Geber:innen mit einem staatlichen Hintergrund arbeiten in der Regel über einen längeren Zeitraum mit Frühphasen-Unternehmen zusammen. Die EIB nach eigenen Angaben fünf bis sieben Jahre.

Bei Venture Debt aus der Privatwirtschaft (Banken und Fonds) gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Anbieter:innen (ausführliche Liste ist am Ende dieses Artikels). Eine der aktivsten war bis zu ihrer Auflösung 2023 die Silicon Valley Bank.

Sie vergeben Fremdkapital üblicherweise in einem Zeitraum von einem bis drei Jahren Jahren. Aus Sicht der Lender erfolgt die Rückzahlung bestenfalls aus den Umsätzen, die durch eine VC-Finanzierung angeschoben werden. Zusätzlich dazu kann das Risikokapital selbst noch als Option zur Rückzahlung bereitstehen.

Venture Debt ist vor allem in den USA, China und Israel eine beliebte Methode zur Finanzierung von Startups. 2022 flossen in diesen drei Ländern rund $45 Milliarden mittels Venture Debt in junge Unternehmen. In Europa betrug das Finanzierungsvolumen mit Venture Debt im Jahr 2022 rund $4 Milliarden.

re:cap_Venture Debt
Die wichtigsten Aspekte von Venture Debt.

Venture Debt zur Wachstumsfinanzierung

Venture Debt ist vor allem für Startups interessant, die die Seed-Phase überstanden haben und für ihr weiteres Wachstum eine Finanzspritze benötigen. In diesem Stadium haben sie Eigenkapital eingesammelt, erzielen Umsätze, haben ein Produkt entwickelt sowie einen Product-Market-Fit.

Die weitere Skalierung des Wachstums ist sehr kapitalintensiv. Startups verbrennen in dieser Phase viel Geld (Cash burn), da ihr Fokus nicht auf Profitabilität liegt. Sie brauchen demnach fortlaufend neue Mittel, um Wachstumsmaßnahmen zu finanzieren und ihre Runway zu verlängern. Der eigene Cashflow reicht dazu allerdings noch nicht aus oder ist dafür gar nicht vorgesehen.

Unternehmen in der Frühphase stehen nun verschiedene Finanzierungsinstrumente zur Verfügung.

Welches Finanzierungsinstrument ist das richtige?

Eine Option kann der Bankkredit sein.

Für einen Unternehmenskredit kommen Frühphasen-Unternehmen aus dem allerdings nur selten in Frage. Sie können kaum tangible Sicherheiten oder Assets bereitstellen, die für ein klassisches Geldinstitut interessant sind. Außerdem liegen sie mir ihrem Geschäftsmodell meist außerhalb des Scopes einer Bank.

Denn das Geschäftsmodell eines Technologieunternehmens ist nichts, womit sich Banken täglich beschäftigen – entsprechende Erfahrungen und Wissen darüber fehlen. Traditionelle Kreditinstitute arbeiten vielmehr mit vorhersehbaren Cashflows und profitablen Unternehmen.

Die zweite Option ist Risikokapital, also Venture Capital.

Dazu stehen zu Beginn Business Angels, später Venture-Capital-Fonds und Family Offices parat. Startups wollen sich ihre Finanzierung jedoch nicht ständig in neuen Eigenkapitalrunden sichern. Das hat vor allem drei Gründe:

  1. Bei jeder Eigenkapitalfinanzierung findet eine Verwässerung der Anteile statt (engl. dilution).
  2. Durch die Verwässerung verringert sich die Kontrolle über das eigene Unternehmen, denn VC-Investoren nehmen aktiv Einfluss, sind Teil des Boards und geben Rat.
  3. VC-Runden sind für Gründende zeitaufwendig und binden Ressourcen.

Daneben stehen Startups aber auch weitere Finanzierungsformen offen, etwa Wandeldarlehen oder Revenue Based Financing.

Venture Debt folgt Venture Capital – ersetzt es jedoch nicht

Fallen klassische Wege wie Banken und VCs oder alternative Finanzierungsformen aus dem Raster, kann Venture Debt für Startups eine Option sein. Mit der Bereitstellung von Fremdkapital können sie ihr Geschäftsmodell skalieren und das Wachstum finanzieren.

Es ermöglicht dem jungen Unternehmen nicht zu früh, zu viele Anteile abgeben zu müssen (wobei Warrants eine Ausnahme darstellen). Das Startup kann weitere Meilensteine erreichen und schafft damit eine gute Ausgangslage für die nächste VC-Finanzierung.

Dabei sind typische Wachstumsmaßnahmen, die ein Startup mit Venture Debt finanziert:

  • Kauf von Betriebsmitteln wie Hardware oder Maschinen
  • Kapital für Akquisitionen (M&A)
  • Umsatzsteigernde Maßnahmen (Marketing-Kampagnen)
  • Einstellung neuer Mitarbeitender
  • Vorlaufkosten eines geplanten Börsengangs (IPO)

Üblicherweise flankiert Venture Debt eine bestehende Eigenkapitalfinanzierung. Deshalb gilt die Regel: Venture Debt folgt Venture Capital – es ersetzt es jedoch nicht. Beide gehen Hand in Hand.

re:cap_Venture Debt
Venture Debt folgt auf Venture Capital – ersetzt es aber nicht.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für Venture Debt?

Ein guter Zeitpunkt für eine Venture-Debt-Finanzierung ist deshalb direkt im Anschluss oder zeitgleich zu einer Equity-Runde. Warum?

  • Das Startup verfügt über eine hohe Liquidität und ist für die kommenden Monate oder Jahre ausreichend finanziert. Die anfallenden Kosten eines Risikodarlehens könnten mit Hilfe von Eigenkapital bedient werden.
  • Venture-Debt-Lender orientieren sich an den Ergebnissen der jüngsten Eigenkapitalrunde: Die kürzlich erfolgte Validierung des Startups hinsichtlich Zielen, Performance und Unternehmenswert ziehen sie für die Vergabe von Venture Debt heran.

Wie Startups sich Venture Debt sichern

Bei der Vergabe von Venture Debt gibt es für Startups verschiedene Anforderungen und Prozesse, die abhängig von den Kapitalgeber:innen sind.

Venture Debt von staatlicher Seite

Für Venture Debt von staatlicher Seite gibt es klare Anforderungen für Startups.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert junge und innovative Technologieunternehmen, die ihr zukünftiges Wachstum finanzieren wollen, seit 2019 mit einem eigenen Venture-Debt-Programm.

Dafür müssen Startups folgende Kriterien erfüllen:

  • es müssen bereits Wagniskapitalgeber:innen in das Startup investiert sein,
  • es dürfen keine Banken, Versicherungen oder vergleichbare Finanzinstitutionen mit mehr als 25% am Unternehmen beteiligt sein,
  • das Investment erfolgt ausschließlich in Kombination mit privaten Venture-Debt-Geber:innen, wobei eine Risikoverteilung von 50:50 angestrebt wird.

Auch die Europäische Investitionsbank (EIB) richtet sich mit eindeutigen Voraussetzungen an Startups. So werden nur Investments mit Startups getätigt:

  • die mindestens eine Eigenkapitalfinanzierungsrunde mit privaten Investor:innen durchlaufen haben,
  • bei denen die EIB maximal 50% der geplanten Investitionen bereitstellt,
  • die für die Europäische Union strategisch wichtig sind, etwa in den Bereichen künstliche Intelligenz, Industrie 4.0 oder Kreislauftechnologien.

Venture Debt von privater Seite

Ähnlich wie bei staatlichen Akteur:innen spielen bei Venture-Debt-Fonds Eigenkapitalfinanzierung eine wesentliche Rolle. In der Regel muss sich das Startup zuvor mindestens eine VC-Finanzierung gesichert haben.

Weitere Kriterien, um sich Venture Debt zu sichern:

  • Tragfähiges Geschäftsmodell, das sich als robust am Markt erwiesen hat
  • Stabile Umsätze sowie ein entsprechendes Wachstum
  • Verlässlicher Kundenstamm
  • Markt, der ausreichend Wachstumspotenzial bietet und klare Vorstellung seitens des Unternehmens, mit welchen Maßnahmen dieser erschlossen werden kann
  • Team, das Erfahrungen bei der Skalierung eines Startups hat und es in die nächste Wachstumsphase führt

Die Anforderungen von Venture-Debt-Fonds sind naturgemäß weniger einsehbar als bei staatlichen Anbieter:innen. Dennoch richtet sich das Angebot auch hier an Startups, die die Seed-Phase hinter sich haben und sich auf dem Weg zur Series A oder bereits weiterer Eigenkapitalfinanzierungen befinden.

Üblicherweise müssen Startups zunächst eine detaillierte Beschreibung ihrer Investitionsausgaben sowie ihrer Finanzplanung vorlegen.

Venture-Debt-Lender prüfen die vorgelegten Unterlagen auf ihre finanzielle Tragfähigkeit und volkswirtschaftliche Rentabilität. Neben der Due Diligence und persönlichen Gesprächen spielen in manchen Fällen auch soziale, ökologische und klimaverträgliche Aspekte eine Rolle bei der Entscheidung.

Die Vor- und Nachteile von Venture Debt

Wie bei jeder Finanzierungsform bietet Venture Debt Vor- und Nachteile. Startups sollten diese genau evaluieren, bevor sie eine Entscheidung treffen.

Die Vorteile von Venture Debt

  • Startups erhalten Zugang zu Fremdkapital.
  • Venture Debt kann für eine geringere Verwässerung der Anteile am Unternehmen sorgen.
  • Venture Debt sorgt dafür, dass Startups ihr Wachstum weiter finanzieren können.
  • Mit Hilfe von Venture Debt können Startups finanzielle Engpässe überwinden und diese gewonnene Zeit nutzen, um wichtige Meilensteine zu erreichen und ihr Geschäft weiterzuentwickeln.
  • Venture Debt kann Unternehmen dadurch eine bessere Unternehmensbewertung für die nächste Finanzierungsrunde mit Eigenkapital verschaffen.
  • Venture Debt verfügt über Rückzahlungsfristen von bis zu mehreren Jahren.
  • Die Auszahlung des Fremdkapitals kann als Kreditlinie in zwei Phasen strukturiert werden: In der ersten Phase werden nur Zinsen gezahlt (engl. interest-only) und in der zweiten Zinsen und Tilgung. Das entlastet den Cashflow eines Startups.

Die Nachteile von Venture Debt

  • Venture-Debt-Geber:innen sichern ihr Risiko gut ab. Das bedeutet hohe Kosten für Startups. Die Kosten werden von drei Komponenten getrieben: 1. Vorauszahlungen nach Abschluss des Vertrags, 2. Zinsen, die höher sind als bei herkömmlichen Krediten und zwischen 8 und 15% liegen, manchmal sogar bei mehr als 20%, 3. Warrants geben den Venture-Debt-Lendern das Recht, Anteile des Unternehmens zu einem bestimmten Preis zu kaufen.
  • Warrants sorgen dafür, dass auch bei Venture Debt die Anteile verwässert werden. Investor:innen erhalten Mitspracherechte und können aktiv auf das Unternehmen einwirken, was die Kontrolle von Gründer:innen einschränkt.
  • Einige Venture-Debt-Verträge enthalten sogenannte Equity Kicker. Damit kann der Lender einen Teil oder seinen gesamten Kredit zu einem festgelegten Preis in Eigenkapital umwandeln. So erhält er eine zusätzliche Erfolgsbeteiligung am Unternehmen.
  • Die Vergabe von Venture Debt kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Bei der Europäischen Investitionsbank laut eigenen Angaben bis zu neun Monate. Das kann ein Problem für Startups mit dringendem Kapitalbedarf sein.
  • Unabhängig davon, wie sich das Geschäft entwickelt: Ein Startup muss die Zinsen seines Risikodarlehens bedienen. Junge Unternehmen können so in die Lage geraten, dass das Darlehen innerhalb des vereinbarten Zeitraums nicht zurückgezahlt werden kann. Können Zinsen oder Tilgungsraten nicht bezahlt werden, können die Venture-Debt-Geber:innen Aufschläge verhängen oder im äußersten Fall den Vertrag aufkündigen.
  • Venture Debt wird als Fremdkapital vorrangig gegenüber Eigenkapital behandelt, sprich: Im Insolvenzfall werden die Forderungen der Fremdkapitalgeber:innen zuerst beglichen.

Arten von Venture Debt

Als alternatives Finanzierungsinstrument steht Venture Debt den Startups in verschiedenen Formen zur Verfügung.

Wachstumsfinanzierung

Wie eingangs erwähnt nutzen Startups Venture Debt, um ihr Wachstum und damit verbundene Maßnahmen zu finanzieren. Man spricht dann von Growth Capital. Startups verschaffen sich so eine bessere Ausgangslage für die nächste Eigenkapitalrunde. Für Lender ist die Vergabe von Wachstumskapital mit wesentlich höheren Risiken verbunden.

Betriebsmittelfinanzierung

Um zu wachsen, müssen in manchen Fällen konkrete Waren eingekauft werden. Das kann neue Hardware in Form von Computern, Büroausstattung oder Servern sein. Es können aber auch Maschinen oder Rohstoffe zur Produktion sein.

In diesem Fall können Startups Venture Debt verwenden. Dabei handelt es sich um einen Betriebsmittelkredit oder Equipment Financing. Für Lender bedeutet das ein geringeres Risiko. Denn: Kann das Startup seinen Zahlungen nicht nachkommen, können die Venture-Debt-Geber:innen auf die Anschaffung zugreifen und diese verkaufen. Es dient somit als Sicherheit.

Factoring

Startups können auch Venture Debt auch in Form von Factoring nutzen.

Beim Factoring verkauft das Startup seine offenen Forderungen aus Kundenrechnungen an den Venture-Debt-Lender. Dafür erhält es einen Teil der Rechnungssumme direkt wieder als Kapital vom Lender zurück. Dieser erhebt eine Gebühr und zieht anschließend die gesamte Rechnungssumme bei den Kund:innen ein.

Das Startup ist sofort liquide und muss nicht mehrere Wochen oder Monate auf Geld warten. Insbesondere bei langen Zahlungszielen ist das von Vorteil. Gleichzeitig übernimmt der Lender das Forderungsmanagement, inklusive Mahn- und Inkassoverfahren. Startups sparen sich zusätzlich Zeit und Ressourcen.

Die Rolle von Venture Debt und Venture Capital

Um Venture Debt besser zu verstehen, hilft ein Blick auf Venture Capital.

Venture Debt wird in der Regel nur dann eingesetzt, wenn zuvor bereits Risikokapital geflossen ist – und das hat Konsequenzen. Denn die Motive der jeweiligen Anbieter:innen von Fremd- und Eigenkapital sind oft gegensätzlich.

Wer verfolgt welche Interessen?

Venture-Debt-Investor:innen tragen das Risiko, dass es das Startup weder zur nächsten Finanzierungsrunde schafft, noch das Darlehen bedienen kann. Sie können sich eine hohe Ausfallquote deshalb nicht erlauben. Lender sichern ihr Risiko mit entsprechend hohen Zinsen sowie Bezugsrechten oder anderen Sicherheiten ab.

Anders sieht es bei Venture Capital aus. Hier sind Ausfallquoten Teil des Geschäftsmodells. Sie werden mit einem möglichst diversen Portfolio kompensiert, wo bereits ein gelungenes Investment mehrere fehlgeschlagene Investitionen wettmachen kann.

Venture Debt: Hohe Zinsen, hohes Risiko?

Venture-Debt trägt nicht das gleiche Risiko wie Venture Capital. Allerdings partizipieren sie auch nicht am Erfolg des Startups.

Kann ein Startup sein Darlehen mit Venture Debt nicht mehr bedienen und muss im äußersten Fall eine Insolvenz beantragen, hat das Konsequenzen für alle Gesellschafter:innen. Sie stehen im Rang nach dem Venture-Debt-Lender. Dementsprechend werden sie als Investor:innen von Eigenkapital nachrangig behandelt und erhalten erst dann Geld, nachdem die Forderungen der Venture-Debt-Lender bedient wurden.

Die Kapitalkosten im Fokus

VCs werden auch darauf achten, dass die Kapitalkosten ihres Startups nicht zu hoch sind. Belasten die Zinsen den Cashflow und schränken den Handlungsspielraum in Sachen Investitionen ein, verringert sich das Wachstum. Das wiederum hat Auswirkungen auf einen möglichen Exit und den Gewinn, den VCs bei der Veräußerung ihrer Anteile erzielen möchten.

Venture Debt und Venture Capital stehen in enger Beziehung zueinander. Für Startups ist es deshalb ratsam, sich vorab nicht nur mit den Konditionen einer Venture-Debt-Finanzierung auseinanderzusetzen. Sie müssen auch die Auswirkungen berücksichtigen, die eine solche Finanzierung auf die bestehenden Investor:innen haben kann.

Anbieter:innen von Venture Debt

Venture Debt hat sich als beliebte Alternative zur eigenkapitalbasierten Finanzierung etabliert. Neben den bereits erwähnten, gehören diese zu den aktivsten Venture-Debt-Anbieter:innen für Startups:

  • Kreos
  • Columbia Lake Partners
  • Blackrock
  • Claret Capital
  • Atalaya Capital
  • Bootstrap Europe
  • Flashpoint
  • Orbit Capital
  • Viola Credit
  • TriplePoint Capital
  • Hercules Capital
  • Pacific Western Bank
  • Comerica Bank
  • Western Technology Investment
  • Horizon Technology Finance
  • Wellington Financial
  • BlueCrest Capital Finance
  • NXT Capital
  • First Midwest Bank
  • Canadian Imperial Bank of Commerce

Fazit: Venture Debt genau evaluieren

Finanzierungen mit Fremdkapital haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Startups haben erkannt, dass Fremdkapital für eine Optimierung des Capital Stacks und der Kapitalkosten sorgt. In der Regel setzen sie zwar gerade in ihrer Anfangsphase noch auf eine VC-Finanzierung. In der weiteren Planung spielen alternative Optionen jedoch eine immer wichtigere Rolle.  

Auch Venture Debt profitiert von dieser Entwicklung. Venture-Debt-Finanzierungen helfen Startups dabei, die kapitalintensive Wachstumsphase zu meistern und ihr Geschäftsmodell zu skalieren.

Dabei ergänzt Venture Debt eigenkapitalbasierte Finanzierungen wie Venture Capital im Finanzierungsmix junger Technologieunternehmen. Es ermöglicht ihnen ihre Maßnahmen zwischen zwei Eigenkapitalrunden zu finanzieren – ohne die eigenen Anteile unnötig stark zu verwässern. Es ist allerdings nicht die einzige Finanzierungsform, um sich Fremdkapital zu sichern.

Venture Debt darf nicht zur Schuldenbelastung werden

Venture Debt bedeutet aber auch die Aufnahme von Schulden – und im Gegensatz zu Eigenkapital müssen diese Schulden zurückgezahlt werden. Eine zu hohe Schuldenlast sollten junge Unternehmen deshalb vermeiden. Die Konsequenzen tragen nicht nur Startups, sondern auch Anbieter:innen von Venture Debt und Gesellschafter:innen.

Startups sollten den Einsatz von Venture Debt deshalb genau evaluieren. Dazu gehört nicht nur, ob die Aufnahme eines Risikokredits das richtige Finanzinstrument ist, sondern auch, ob der Lender verstanden hat, wie das Geschäftsmodell des Unternehmens funktioniert.  

Venture-Debt-Lender wählen, der das Geschäftsmodell versteht

Denn vorab muss auch den Fremdkapitalgeber:innen klar sein, welche Strategie das Startup verfolgt, wie mögliche Risiken des Marktes und Businessplans aussehen und anhand welcher finanzieller Metriken die Erfolge definiert werden. Denn bei schnellem Unternehmenswachstum kann es zu Turbulenzen kommen. Diesen sollten Venture-Debt-Anbieter:innen professionell und pragmatisch begegnen.

FAQs

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How do SaaS companies work?

SaaS stands for Software-as-a-Service and refers to a licensing and distribution model by which companies offer software solutions online as a service.

What growth stages do SaaS companies go through?

After the preparatory early-stage phase, the product goes live, becomes better known, and establishes itself in the market, before the customer base ideally expands significantly and finally either a company sale, a merger, or further growth takes place.

Why is revenue financing ideal for SaaS companies?

In the important second growth phase, when SaaS companies are already on the market and generating recurring revenue, revenue financing provides flexible SaaS funding based on the ARR without dilution or loss of control.

What is ARR?

ARR refers to annual recurring revenue. Specifically, in the subscription economy, ARR refers to the annual value of regular revenue generated through subscriptions.

What does ACV mean?

ACV stands for Annual Contract Value and in a SaaS business, it refers to the average annual value of a subscription - i.e., the holistic contract value excluding one-time fees divided by the contract term in years.

FAQs

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What is a corporate loan?

As a counterpart to the personal loan, the corporate loan serves entrepreneurial purposes - as a short-term cash injection for liquidity needs or as an investment for long-term growth. Entrepreneurs use the borrowed capital, for example, for new personnel, a larger office, marketing, better hardware, or the company's establishment.

What kind of business loans are there?

A short-term business loan runs for a few months or years, while a long-term loan runs for several years. If a company needs capital quickly, an overdraft is an excellent short-term loan financing option - there are not many conditions to be met for this, as the principle is similar to an overdraft.

What are the providers of business loans?

There are many providers of business loans. Three overriding types come into focus:
- via the principal bank
- state-subsidized
- digital solutions
The first way is via the branch banks. The options are diverse, whether long-term or short-term credit, investment or working capital credit, just like the linked conditions. Subsidized corporate loans are also run through the house bank, but regional or nationwide development banks (such as KfW) are involved here.
Modern solutions come from FinTechs that specialize in smart financing. Whether credit or alternative, this is where startups and large companies meet technology-savvy innovators of the digital age.

What is the advantage of corporate loans?

A corporate loan is usually available quickly. In addition, because it is debt financing, founders do not have to give up control as well as company shares and do not have to share profits with lenders.

What is the disadvantage of business loans?

Business loans come with interest and are often tied to a specific purpose, so entrepreneurs are limited in how they can use the capital. It is also usually a restrictive concept with strict repayment terms, warrants, and very little flexibility - which is why many companies are looking for a suitable loan alternative.

How do credit and loans differ?

Some refer to short-term financial assistance and a smaller amount as a loan and to longer terms and higher capital as a loan. However, the terms are usually used interchangeably.

What are the interest rates on corporate loans?

They can be less than 1% or in the double digits. The credit rating determines this: the higher the risk class, the higher the interest rates. The amount of capital, term and any collateral also determine the interest rate. Therefore, it is always a good idea to compare different corporate loans.

Who grants corporate loans?

Companies can obtain the traditional loan from their principal bank - a government subsidy via federal or regional development banks is also possible. Modern variants come from FinTechs, which use technology-driven solutions for smart financing.

What are the alternatives to corporate loans?

Various financing solutions work with equity and debt. With equity financing such as venture capital, founders lose valuable company shares and often have to give a say. A particularly smart alternative to corporate loans and equity financing is non-dilutive, non-restrictive and very flexible turnover financing.

What is the best credit alternative?

There is no all-comprising answer to this question, as financing is always an individual solution. However, recurring revenue financing is increasingly establishing itself as a particularly attractive and popular alternative to loans and equity financing.

What makes re:cap stand out as an alternative to loans?

With re:cap, SaaS companies can obtain growth capital very easily and quickly - up to 50% of ARR. The innovative funding works with planned revenues and also flexibly aligns repayments accordingly. In addition to on-demand financing, re:cap offers valuable insights and benchmarks on request.

FAQs

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What does debt financing mean?

In debt financing, companies receive a certain amount of money from an external investor. The company holds the debt capital for a limited period and must be repaid - usually with interest and within a fixed time duration.

What does debt capital include?

Debt capital includes typical liabilities of a company, such as loans, bonds, and provisions, as well as unique forms like deferred income.

What are examples of debt financing?

There are various types of debt financing, which can basically be divided into short-term and long-term debt. Unique and mixed forms are also possible - examples:
- Short-term: overdraft, trade credit, acceptance credit
- Long-term: promissory note loans, bonds, long-term bank loans
- Special form: leasing, factoring, asset-backed securities
- Mixed form: mezzanine as a mix of equity and debt financing

What is short-term debt capital?

Short-term debt capital is provided to companies for a short period of time - repayment usually takes place within a few months. Such capital is primarily used to meet short-term liquidity needs.

What is long-term debt?

Long-term debt capital is provided to companies for a longer period of time - repayment usually occurs within several years. The capital is used for investments.

What is the difference between equity and debt financing?

From the perspective of the capital providers, it is primarily a question of liability because, in the case of equity financing, capital providers are liable for entrepreneurial activities. In return, they usually receive a share and benefit directly from the profits. Because founders relinquish shares and entrepreneurial control, this is referred to as a dilutive type of financing. This is not the case with debt financing, which involves interest and is generally more restrictive.

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How can I finance my startup?

From bank loans to private savings to equity financing: There are many ways to finance a startup - through external providers and your own capital. As a novel and popular solution, so-called revenue financing is also becoming more and more established in Germany.

Which companies fund startups?

In addition to investment companies from the venture capital segment, there are innovative FinTech companies such as re:cap. They innovate to create modern funding solutions. re:cap enables companies in the subscription economy to trade future revenues for on-demand, non-dilutive capital. Fast, transparent and easy.

Who is startup funding with re:cap suitable for?

The funding solution from re:cap is specifically aimed at subscription companies that reach a growing customer base with their already launched product and generate predictable, recurring revenues. In addition, the legal entity must be at least partially located in the EU.

How quickly can I get startup funding?

As long as you are within your financing limit, you can access new funds as often as you like. The financing limit will be increased based on the growth of your business and the track record on the re:cap platform.
The funding will typically arrive in your bank accounts within two business days once it gets approved.

FAQs

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Was ist Betriebskapital?

Das Betriebskapital wird auch als Betriebskapital bezeichnet. Es ist die Differenz zwischen Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten und gibt als Bilanzkennzahl Auskunft über das Grundkapital und die Finanzkraft von Unternehmen.

Was sagt uns das Betriebskapital?

Die Zahl des Betriebskapitals gibt Aufschluss darüber, welche Mittel im regulären Geschäftsbetrieb gebunden sind — sie kann auch verwendet werden, um festzustellen, ob eine Betriebsmittelfinanzierung erforderlich ist.

Ist ein hohes Betriebskapital gut oder schlecht?

Ein positiver Wert zeigt, dass das Umlaufvermögen die kurzfristigen Verbindlichkeiten decken kann - dies ist wichtig im Hinblick auf die goldene Regel der Bilanz. Ein negativer Wert signalisiert ein Risiko, da die betroffenen Unternehmen als illiquide gelten. Dies kann zu finanziellen Engpässen führen.

Kann das Betriebskapital zu hoch sein?

Die Frage nach der Höhe des Betriebskapitals wird je nach Unternehmen oder Geschäftsmodell unterschiedlich beantwortet — vor allem branchenübergreifend. Ein zu hohes Betriebskapital deutet jedoch häufig darauf hin, dass das Betriebskapital weniger sinnvoll eingesetzt und zu viel Geld gebunden wird.

Was sind Beispiele für Betriebskapital?

In der Unternehmensführung handelt es sich beim Betriebskapital in der Regel um indirekte und langfristige Güter, die Unternehmen für ihre Produkte und Dienstleistungen benötigen. Es wird zwischen materiellen Ressourcen wie Lager- und Büroräumen und immateriellen Ressourcen wie Lizenzen unterschieden.

Wie funktioniert die Betriebsmittelfinanzierung?

Die Betriebsmittelfinanzierung ermöglicht es Unternehmen, ihr Betriebskapital zu erhöhen und einen positiven Wert zu generieren. Es bietet ihnen kurzfristige liquide Mittel, um Verbindlichkeiten zu bezahlen oder Investitionen zu tätigen.

Was sind die verschiedenen Betriebskapitaloptionen?

Die Betriebsmittelfinanzierung ist vielfältig. Je nach Branche und Geschäftsmodell kommen daher verschiedene Arten in Betracht, wie zum Beispiel Inanspruchnahme der Kreditlinie, Forderungskredit, Factoring und Inventarkredite. Immer beliebter werden alternative Lösungen wie die nicht verwässernde und nicht restriktive verkaufsorientierte Finanzierung.

FAQs

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What is a convertible loan?

The definition of a convertible loan is simple: it is a normal loan in which the company does not repay the borrowed amount after the expiration of the term, but converts it into company shares. It is therefore technically a combination of both equity and debt.

How does a convertible loan work?

The following scenario is a typical example of a convertible loan: A company receives capital with a predefined interest rate. The parties agree on a term and also a discount on the company's shares, which acts as a risk compensation. At the end of the term, the investor receives the shares in the amount of the convertible loan plus interest - so-called qualified capital for the company.

How high are convertible loans?

Usually, convertible loans are around 100,000€ - but they can also be up to 400,000€ and more. To collect as much capital as possible, start-ups often arrange several convertible loans with different investors.

What should a convertible loan agreement regulate?

In principle, there is freedom of contract here - a convertible loan agreement is therefore not subject to any legal rules. The following components are the basis: the amount of the loan, the interest rate and discount, and the term. In addition, some parties agree on a cap (maximum valuation) or a floor (minimum valuation). Subordination is also included in many convertible loan agreements.

What is an alternative to the convertible loan?

Founders can obtain convertible loans quickly and easily and use them flexibly. These advantages also characterize re:cap's convertible financing. However, convertible financing involves giving away shares. This is not the case with re:cap's solution, which is non-dilutive funding for sustainable growth. Therefore, it is an ideal alternative to the convertible loan.

FAQs

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Is crowdfunding free of charge?

No. In case of success - i.e. if your project reaches its target budget - you pay platform and transaction fees between 4 and 12 percent to the crowdfunding platform. The exact amount depends on the platform. If your campaign fails, you pay nothing.

Why is crowdfunding so popular?

Crowdfunding brings many advantages. The fact that the legal form and creditworthiness of the project do not play a role in crowdfunding certainly plays a major role in its popularity. Thus, especially creative people and artists of all kinds, as well as non-profit initiatives, can collect money for their projects. The positive marketing effects, as well as customer proximity and loyalty, also ensure the good reputation of crowdfunding.

Who is crowdfunding suitable for?

Crowdfunding originates in the artistic sector for financing various creative projects in the fields of music, film, theater, and art. Today, however, it is also used by private individuals, non-profit organizations, and companies of all kinds - whether in the startup phase or as a boost in ongoing operations.

What are the different variants of crowdfunding?

There are four types of crowdfunding, which differ primarily in the consideration:
1) In equity based crowdfunding, investors receive returns on their investments.
2) In reward based crowdfunding, the initiators provide non-cash or intangible compensation for the investment.
3) In donation based crowdfunding, investors donate their contribution.
4) In lending based crowdfunding, the investors grant private loans with a fixed interest rate to the initiators.

How do I receive crowdfunding?

Whether you are a startup or a medium-sized company: crowdfunding can theoretically be 'applied for' by anyone. However, success depends on how many investors are convinced by the project. Anyone who wants to try their hand at crowdfunding must first create a campaign on one of the common crowdfunding platforms and advertise it on their own channels.

Does crowdfunding make sense?

Crowdfunding offers particularly many advantages for private, non-profit, and creative projects - or as a supplement to public funding. In addition, crowdfunding can be particularly worthwhile for early-stage startups that have largely completed their product development and now need fresh capital for growth. Young companies that want to test their business model or product can also benefit from the communication and participation of a crowdfunding campaign - providing an indicator for other forms of financing.

Is crowdfunding proprietary or debt financing?

Crowdfunding is financing based on debt capital. The capital provided comes from a large number of investors, mostly private individuals and companies - the so-called crowd or swarm. Hence the term 'crowd financing'.

What are the alternatives to crowdfunding?

Crowdfunding is considered an alternative financing option, which is opposed by several common alternatives (or supplements). Among them are public funding, corporate credits, venture capital, or even founder competitions. Newer forms of financing, such as re:cap's recurring revenue financing, offer another alternative to crowdfunding.

FAQs

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What is factoring?

The definition of factoring is simple: to quickly receive the money from open invoices and generate liquidity, companies hire a factor who settles the outstanding payments as an advance and takes over the accounts receivable management. It is therefore a sale of receivables.

How does the selling receivables work?

The factor checks the verity of the invoice and the creditworthiness and default risk of the debtor. Then the factor pays the majority of the outstanding invoice amount to the contracting company, usually within 48 hours. After the factor has collected the receivable from the debtor, the company receives the remaining gross amount that the factor has retained as security.

What types of factoring are there?

Anyone interested in factoring should take a closer look at their options because there are differences. In recourse factoring, the factor bears the full risk of default. Less secure - from the point of view of the selling company - is non-recourse, in which there is no protection against bad debts. If companies do not want their customers to know about factoring, they can choose the silent option.

What are the risks involved in factoring?

Since there is a large number of factoring companies, companies can quickly end up with a provider whose credit rating itself is weak. However, the performance of a factor is not always directly apparent. In the worst case, the assigned factor goes insolvent and the company loses a lot of money. In addition, some customers see it as a sign of mistrust if it is not the company providing the service that demands payment but a third party unknown to them - this could be circumvented by silent factoring.

What are the costs of factoring?

There is no single answer to this question because the fees are very opaque - based on various key business figures. In addition, the total costs are not only made up of a clearly defined factoring fee but of several items. Interest often accrues as well.

What are the most popular alternatives to factoring?

TexSince factoring is revenue-based financing, other revenue financing options are also great alternatives to factoring. This is also true for re:cap's solution - it is tailor-made for companies with a subscription business model that generate predictable, recurring revenue.t

FAQs

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What are venture capital alternatives?

Venture capital is not suitable at all times - and not for every type of company. Common alternatives are:
- Venture debt (hybrid debt financing),
- Founder competitions,
- Government subsidies
- or alternative forms of financing,such as crowdfunding.
Companies with subscription business models can also exchange their future revenues for immediately available capital - with re:cap financing.

When is venture capital worthwhile?

Generally for founders and entrepreneurs in the growth phase. But not every startup is attractive to investors. Venture capital funding is worthwhile when the business idea is innovative, the sales argument is clearly recognizable, and the founding team is convincing. In addition, the market must promise growth.

How do I get venture capital?

Private venture capitalists, also known as business angels, and so-called venture capital companies provide equity capital. But not just like that. If you want to go into fundraising, you have to be convincing. Prerequisites are a watertight pitch, a realistic understanding of the current company valuation, the amount of capital needed and the time frame in which the capital is needed.

How does venture capital work?

Venture capital is a form of private equity financing in which venture capital companies provide capital to promising unlisted companies in exchange for a stake in the company. Those who want to grow their company with venture capital must first contact investors and convince them of the company's merits.

How long does venture capital take?

Often several months pass between the start of fundraising and the receipt of venture capital. The pitch only follows after the founding team has identified potential investors. Afterward, the company is preliminarily reviewed by the potential investors. If this goes well, a term sheet is signed, followed by due diligence. The capital will flow only when the investment documentation has been completed.
If you can't or don't want to wait that long, you can look for alternative forms of financing like the one offered by re:cap. With re:cap you can bridge the time to the next round and thus, optimize the upcoming financing round. At the same time, this increases your options when looking for investors.

FAQs

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What is alternative financing?

These are forms of financing that companies can use as an alternative to established models such as loans - they are often modern solutions that are quickly and easily available digitally.

What are the different types of alternative financing?

The market for alternative financing options is growing, so companies can already choose a model that suits them individually. The better-known ones include convertible loans, factoring, crowdfunding, and venture debt. Alternative debt instruments, including recurring revenue financing or revenue-based financing, which have been successfully established in the U.S., are still rather new in Germany but becoming increasingly well-known and popular.