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Wie Startups Recurring Revenue Financing nutzen können

March 31, 2023
Lesedauer: 5 Minuten
re:cap_Recurring Revenue Financing

Bist du ein ein Software-as-a-Service- oder Abo-basiertes Startup und erwägst eine Finanzierung mit Recurring Revenue Financing (RRF)?

Die Auswahl der richtigen Finanzierungsoption kann schwierig sein. Du musst die Vor- und Nachteile verschiedener Instrumente wie Venture Capital, Venture Debt, Revenue Based Financing oder anderer alternative Finanzierungsoptionen abwägen. Und du letztendlich auch deine Stakeholder (VC-Investor:innen) von Recurring Revenue Financing überzeugen.

Wir erklären dir die wichtigsten Aspekte und Fragen zum Thema Recurring Revenue Financing und beantworten anschließend 5 Fragen, mit denen du dich auf ein Gespräch mit deinem Board vorbereiten kannst.

Wie kann deine Funding-Planung aussehen?

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Was ist Recurring Revenue Financing?

Bei Recurring Revenue Financing (Finanzierung mit wiederkehrenden Umsätzen) erhalten Unternehmen mit einem SaaS- oder Abo-Geschäftsmodell Fremdkapital (Recurring Revenue Loans) auf der Grundlage ihrer wiederkehrenden Umsätze.

Die Finanzierungssumme und Zinssätze richten sich nach der Höhe der wiederkehrenden Umsätze. Sie bleiben über den gesamten Rückzahlungszeitraum gleich. Beide basieren in der Regel auf den jährlich wiederkehrenden Umsätzen (Annual Recurring Revenue, ARR). Die ARR dient dabei als Grenze für die Höhe des Kapitals, das das Unternehmen erhält. Je mehr ARR ein Unternehmen aufweist, desto höher kann auch die Finanzierungssumme sein.

Recurring Revenue Financing ist besonders für Unternehmen mit planbaren Umsätzen interessant. Sie bietet ihnen die Möglichkeit zu wachsen, ohne dass sie Anteile am Unternehmen abgeben müssen. Das macht RRF zu einer Finanzierung, die nicht-verwässernd ist.  

Eine weitere Finanzierungsmöglichkeit, die auf Umsätzen basiert, ist Revenue Based Financing (RBF). Beim RBF erhalten die Investor:innen als Gegenleistung einen festen monatlichen Prozentsatz des Unternehmensumsatzes. Der Betrag ist in der Regel gedeckelt und liegt zwischen dem 1,5- und 3-fachen der Investitionssumme.

Was ist Annual Recurring Revenue?

Die Annual Recurring Revenue (ARR, jährlich wiederkehrende Umsatz) ist eine wichtige finanzielle Kennzahl für SaaS-Unternehmen. Die ARR steht für die vorhersehbaren und wiederkehrenden Einnahmen, die ein Unternehmen jährlich von seinen Kund:innen erhält.

Die Formel zur Berechnung der ARR

Die Formel zur Berechnung der ARR ist: Monthly Recurring Revenue (MRR) * 12

Wenn ein Unternehmen etwa 1.000 Kund:innen hat und jede Kundin eine monatliche Gebühr von €5.000 bezahlt, hat es einen MRR von €5 Millionen und einen ARR von €60 Millionen.

Während die ARR die Einnahmen auf jährlicher Basis betrachtet, werden bei der MRR die Einnahmen pro Monat betrachtet.

Die ARR ist deshalb eine so wichtige Metrik, weil sie aussagt wie hoch die jährlich wiederkehrenden Einnahmen eines Unternehmens sind. Das gibt langfristige Planungssicherheit. Somit bietet die ARR einen gut vorhersehbaren und stabilen finanziellen Ausblick.

SaaS-Unternehmen tracken ihre ARR (gehen wir davon aus, dass es die meisten tun), um ihr Wachstum im Laufe der Zeit zu bewerten. Eine steigende ARR bedeutet, dass ein Unternehmen erfolgreich neue Kund:innen akquiriert, bestehende Beziehungen ausbaut oder zusätzliche Dienstleistungen verkauft. Eine sinkende ARR bedeutet, dass ein Unternehmen Kund:innen durch Churn (Abwanderung) verliert oder Downgrades in Kauf nehmen muss, wodurch die ARR sinkt.

Was beeinflusst die ARR?

Kundenakquise

Die Akquise von Neukund:innen ist wichtig: Mehr Kund:innen bedeuten höhere wiederkehrende Umsätze.

Churn Rates

Churn bedeutet, dass Kund:innen ihr Abonnement kündigen oder nicht verlängern. Hohe Abwanderungsraten können die ARR beeinträchtigen. Sie verringern die Gesamtzahl der Abonnenten, die zu den wiederkehrenden Umsätzen beitragen.

Expansion und Upselling

Dazu gehören zusätzliche Einnahmen, die von bestehenden Kund:innen generiert werden, etwa durch Upgrades, Add-ons oder die verstärkte Nutzung von Diensten (z.B. zusätzliche Nutzer:innen).

Vertragsdauer

Längere Vertragslaufzeiten wirken sich positiv auf die ARR aus. Dies führt zu besser vorhersehbaren Umsätzen über einen längeren Zeitraum.

Customer Lifetime Value

Wie hoch ist der Wert eines Kunden für ein Unternehmen über die gesamte Dauer seiner "Lebenszeit"? Je höher die CLTV, desto besser für die ARR.

Wann sind Umsätze wiederkehrend?

Wiederkehrende Umsätze sind solche, die ein Unternehmen als regelmäßig und fortlaufend verbucht.

Kund:innen Zahlungen leisten Zahlungen in gleichbleibenden Abständen, etwa monatlich oder jährlich. Im Gegensatz zu einmaligen Zahlungen handelt es sich bei wiederkehrenden Umsätzen oft um Zahlungen, die auf Basis eines Abos oder einer Subskription erfolgen.

Typen von wiederkehrenden Umsätzen

  • Abonnements
  • Mitgliedsbeiträge
  • Erneuerung von Lizenzen
  • Wartungs- und Support-Verträge
  • Retainer
  • Automatische Nachbestellungen

Wiederkehrende Einnahmen sind für Unternehmen sehr wertvoll, da sie ihnen einen vorhersehbaren und stabilen Umsätze bieten. Sie helfen, künftigen Einnahmen besser vorherzusagen und so das Wachstum zu planen.

Darüber hinaus können Startups und Wachstumsunternehmen mit einem hohen Anteil an wiederkehrenden Einnahmen für Investor:innen attraktiver sein, da sie Kundentreue (niedrige Churn Rates) und eine solide Grundlage für eine nachhaltige finanzielle Leistung demonstrieren.

Warum sind Recurring Revenue Financing alternative Finanzierungen?

Die klassische Unternehmensfinanzierung stützt sich auf bekannte Instrumente wie Darlehen und Kredite, die in der Regel von etablierten Finanzinstituten wie Banken oder Eigenkapital- und Kreditfonds bereitgestellt werden.

In der Regel betrachten traditionelle Anbieter Sachwerte (Maschinen, Immobilien, Fuhrpark) und bewerten Geschäftsmodelle, die bereits profitabel sind und seit vielen Jahren erfolgreich am Markt agieren.

Bei Recurring Revenue Financing ist das anders. Es handelt sich um ein alternatives Finanzierungsinstrument. Die Anbieter, in der Regel Fintechs, bewerten das Geschäft eines Unternehmens, indem sie Kunden und Umsätze als Assets behandeln.

Sie konzentrieren sich auf Accounting, Bank- und Umsatzdaten und bewerten Risikoprofile sowie das künftige Wachstum von SaaS-Unternehmen. Normalerweise sind die Underwriting-Modelle der Banken dazu nicht in der Lage. Das Geschäftsmodell dieser Art von Tech-Unternehmen sprengt deren Rahmen.  

Wie profitieren Unternehmen von Recurring Revenue Financing?

  • Die Finanzierung mit Recurring Revenue Financing hat keinen Verwässerungseffekt: Die Unternehmen müssen ihren Anteil nicht verkaufen, um Eigenkapital zu erhalten. Außerdem gibt es keine Warrants, Verpflichtungen oder persönliche Garantien.
  • Bei der RRF behalten Gründer:innen die Kontrolle: Sie müssen keine Anteile am Unternehmen aufgeben und behalten die volle Kontrolle darüber, wohin sich das Unternehmen entwickelt.
  • Eine Entscheidung für oder gegen Recurring Revenue Financing basiert auf den Daten des ARR. Das beschleunigt den Zugang zu Kapital erheblich, da nicht über Dinge wie die Unternehmensbewertung mit Investor:innen verhandelt werden muss. Die Investitionsentscheidung basiert auf den reinen KPIs.

So, du kennst nun die grundlegenden Aspekte und Prinzipien von Recurring Revenue Financing. Wenn du bereits Investor:innen an Bord hast und eine neue Finanzierung mit RRF anstrebst, musst du sie in der Regel erst einmal davon überzeugen.

Hier sind 5 Fragen, die Investor:innen stellen können.

1. Warum brauchst du zusätzliches Kapital?

Dein Startup ist bereits ausreichend finanziert. Es ist zu kurz gedacht eine Finanzierung nur aus dem Blickwinkel einer verlängerten Runway zu betrachten. Ausreichend Funding ist für Startups, die noch nicht profitabel sind, natürlich essenziell. re:cap kann in diesem Bereich behilflich sein, etwa um den Weg in Richtung Profitabilität einzuschlagen.

Jede Maßnahme und jede Investition hat ein eigenes Risiko- und Ertragsprofil. Jede:r Gründer:in weiß das. Deshalb ist eine einzige Lösung auch nicht ideal. Warum? Einige Finanzierungsoptionen sind für bestimmte Maßnahmen besser geeignet als andere.

In den frühen Phasen der Produktentwicklung ist das Risiko etwa hoch und der ROI schwer zu berechnen. Hier ist die Venture Capital die beste Wahl.

Später, wenn es um konkretere Maßnahmen mit besser kalkulierbarem ROI geht, wie z. B. Vertriebs- und Marketinginitiativen, Investitionen in neue Technologien oder andere Ausrüstungen, kann eine Fremdfinanzierung helfen. Dadurch wird der Cashflow optimiert und die Kapitalkosten gesenkt.

2. Ist die Höhe von Finanzierungen, die bei re:cap möglich sind, überhaupt ausreichend, um eine Wirkung zu erzielen?

Mit re:cap können SaaS-Unternehmen bis zu €5 Mio. erhalten und diesen Betrag im Laufe der Zeit sogar noch erhöhen. Eine re:cap-Finanzierung ersetzt aber keine VC-Runde. Sie ist aber für die oben genannten Maßnahmen und Investitionen gut geeignet. Darüber hinaus ist die Finanzierungsgrenze für jedes Unternehmen flexibel und kann sich auf der Grundlage der jährlichen wiederkehrenden Umsätze ändern.

Wächst das Unternehmen, wächst auch der Finanzierungsrahmen.

3. Im Laufe einer Partnerschaft zwischen re:cap und Startup können sich die Vertragskonditionen ändern. Ist das nicht ein Nachteil?

Die Konditionen für die Finanzierungskosten ändern sich je nach Risikoprofil des Startups, das re:cap mit Hilfe eines detaillierten Underwriting-Prozesses unter Berücksichtigung von Accounting-Daten, Bankdaten und Umsatzströmen analysiert. Die Kosten liegen zwischen 2 und 15% des ausgezahlten Kapitals.

Startups, die sich gut entwickeln, profitieren also von den flexiblen re:cap-Konditionen – anders als bei anderen, oft starren Finanzierungsmodellen. Außerdem kommuniziert re:cap sehr transparent, wie lange die Konditionen für ein Unternehmen gültig sind. So haben Startups immer ausreichend Zeit, sich auf Veränderungen einzustellen.

4. RRF mag grundsätzlich sinnvoll sein, aber ist dafür jetzt der richtige Zeitpunkt?

Die Startup-Welt befindet sich 2022 im Umbruch, wobei Fundings – ob mit Fremd- oder Eigenkapital – zunehmend mit größtmöglicher Effizienz eingesetzt werden müssen. VCs verlangen von Startups, dass sie zeitnah die rentabel sind, was Kostensenkungen und ein beschleunigtes Wachstum erfordert – beides kann mit Recurring Revenue Financing erreicht werden.

Deshalb ist aktuell ein idealer Zeitpunkt, um die Kapitalstruktur strategisch zu optimieren und in Maßnahmen zu investieren, die greifbare Erfolge und Rentabilität bringen.

5. Welche Informationen wollen VCs häufig sehen?

VCs wollen wissen, was genau Startups mit der Finanzierung erreichen wollen. Nötig sind deshalb Dokumente, in denen diese Ziele klar definiert werden – und die im Vorstandsmeeting präsentiert werden.

re:cap hat Erfahrung mit solchen Dokumenten und kann Startups bei der Erstellung unterstützen.

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