KUGU Home GmbH wurde 2018 in Berlin gegründet und beschäftigt mehr als 50 Mitarbeitende. Die Plattform hilft Wohnungsunternehmen, Energieversorgern und Messdienstleistern, Energieverbrauch und CO2 in Bestandsgebäuden zu senken, und das ohne große Sanierung. KUGU EOS steuert Heizungsanlagen automatisch, KUGU VIS überwacht sie in Echtzeit, und die Submetering-Suite übernimmt die Heiz- und Wasserkostenabrechnung. KUGU garantiert 12 % Energieeinsparung, in der Regel sparen Kund:innen sogar mehr als 20 %. Das Unternehmen hat über 500.000 Wohneinheiten und mehr als 5.000 Heizungsanlagen angebunden und im November 2024 eine Series A über 8,5 Mio. € abgeschlossen.
Jetzt wachsen, später Eigenkapital aufnehmen
KUGU verkauft in den Immobiliensektor, darunter an Energie- und Messdienstleister. Die Verträge sind oft umfangreich und verlangen, dass KUGU Leistungen erbringt, bevor der Umsatz realisiert wird. Um diese Situation zu verbessern, sah Roshan Gembali, Head of Finance bei KUGU, das Potenzial in der soliden Finanzlage des Unternehmens. Er wollte Wachstum finanzieren, ohne automatisch auf Eigenkapital zu setzen. Stattdessen suchte er nach einer weiteren Kapitalquelle.
„Als ich unsere Finanzierungsoptionen bewertet habe, war meine oberste Priorität, unsere Runway zu verlängern, ohne den gesamten Cap Table zu verwässern. Wir machen Geschäft, wir sind gut aufgestellt, und eine Finanzierung sollte uns nicht das Unternehmen kosten.“ – Roshan Gembali, Head of Finance, KUGU
Für ein Unternehmen, das schon Eigenkapital aufgenommen hat, wäre die nächste Eigenkapitalrunde der naheliegende Schritt gewesen. Die ist zwar auch eingeplant, Roshan sah aber mögliche Nachteile, die Runde zum jetzigen Zeitpunkt zu machen. Seine Strategie stattdessen: erst Kapital einsetzen, das Umsatzwachstum ermöglicht, und dann aus einer stärkeren Position heraus Eigenkapital aufnehmen.
„Ich möchte die Runde lieber zum richtigen Zeitpunkt machen, statt jetzt, wo ich direkt vor uns Wachstumspotenzial sehe, das wir noch nicht gehoben haben.“
Außerdem wollte er eine Kapitalbasis, die nicht von einer einzigen Quelle abhängt. „Ab einem gewissen Punkt ergibt es keinen Sinn mehr, sich nur auf Eigenkapital zu konzentrieren. Jede Runde bringt irgendein Opfer mit sich. Wir haben KUGU zu einem Unternehmen aufgebaut, das komfortabel genug aufgestellt ist, um verschiedene Finanzierungsquellen zur Verfügung zu haben. Das sollten wir nutzen.“
Drei Anforderungen an die neue Finanzierungsquelle
Roshan und das Team prüften verschiedene Finanzierungsquellen, darunter Eigenkapital, aber auch Venture Debt. Die passende Quelle musste alle drei Anforderungen von KUGU abdecken:
- Hardware vor Umsatz. Neue Kund:innen anzubinden verursacht heute Vorabkosten. KUGU will diese selbst tragen und ein Komplettpaket verkaufen. Das heißt: Hardware und Installation werden bezahlt, bevor der Umsatz kommt.
- Große Deals mit langen Vorlaufzeiten. Garantierte, wiederkehrende Umsätze über mindestens fünf Jahre, aber mehrere Wochen Projektvorbereitung, bevor die regelmäßige Abrechnung starten kann.
- Feste Volumen mit Installationspartnern. Verträge mit fester Laufzeit brauchen ein Budget, auf das sich das Finance-Team verlassen kann.
Eine Kreditlinie, die den Rollout finanziert
re:cap hat für KUGU eine Kreditlinie über 1,5 Mio. € arrangiert, aufgeteilt in zwei Tranchen. Die erste Million wurde im August 2026 ausgezahlt, weitere 500.000 € sind für 2027 geplant.
Das verändert, was Roshan zusagen kann. Er kann Hardware vor einem Rollout finanzieren, größere Deals annehmen und Rahmenverträge mit Installationspartnern abschließen, indem er ein monatliches Volumen zusagt. Aus dieser Zusage folgen bessere Konditionen.
„All das kann ich jetzt tun, ohne den Druck zu haben, Geld zu schlechten Konditionen aufnehmen zu müssen.“
Warum re:cap
Preis und Geschwindigkeit waren wichtig, aber nicht allein entscheidend. Roshan hatte sich re:cap schon bei einem früheren Arbeitgeber angesehen, und auch Kolleg:innen aus seinem Netzwerk hatten mit re:cap bereits gearbeitet.
Vier Faktoren gaben den Ausschlag:
- Ein Partner, kein einmaliger Deal. re:cap versteht das Geschäft und kann auch beim nächsten Bedarf Ansprechpartner sein.
- Einfache Handhabung. Alles läuft über eine Plattform statt über hin- und hergeschickte Dokumente.
- Schnelle Auszahlung. Wie schnell das Kapital ankommt, war ein eigenes Entscheidungskriterium.
- Rückhalt aus dem Netzwerk. Leute aus KUGUs Umfeld hatten re:cap genutzt und gaben gutes Feedback.
„Ich habe das nicht nur als diese eine Finanzierung gesehen. re:cap kennt jetzt unser Geschäft gut, deshalb kann es für uns immer eine Option sein, auf die wir im Bedarfsfall zugehen können.“
Klarheit bei den entscheidenden Zahlen
Dass KUGU seine Bankkonten mit re:cap verbunden hat, hat auch über die Finanzierung hinaus etwas verändert. Mit einer stets aktuellen Runway-Analyse auf Basis der laufenden Finanzzahlen weist die Plattform auf Risiken hin, bevor daraus Probleme werden.
„Als ich mit re:cap angefangen habe, hatte ich nicht so viel Einblick in unsere Runway, schon gar nicht so detailliert. Die Runway-Analyse ist wirklich gut. Sie ist mit unseren Bankkonten verbunden, deshalb ist sie stets aktuell.“
Die Warnmeldungen haben noch eine zweite Funktion. Sie setzen Datenpunkte in Beziehung, die ein Finance-Team sonst vielleicht getrennt betrachtet. „Es gibt sehr viele mögliche Warnmeldungen. Das ist ein richtig gutes Frühwarnsignal, falls jemand etwas übersehen hat.“
So nutzt KUGU re:cap
Vor re:cap
- Wachstum einzig über Eigenkapital finanziert, mit Verwässerung als Preis
- Hardware für Rollouts aus dem laufenden Cashflow bezahlt
- Installationspartner Auftrag für Auftrag gebucht
- Runway manuell und weniger detailliert verfolgt
Mit re:cap
- Kreditlinie über 1,5 Mio. €, ohne Auswirkung auf den Cap Table
- Hardware vor dem Rollout bei Kund:innen vorfinanziert
- Rahmenverträge mit fest zugesagtem Monatsvolumen
- Runway, die sich mit jeder Banktransaktion aktualisiert, plus Warnmeldungen
Die nächste Eigenkapitalrunde findet jetzt nach KUGUs Zeitplan statt, mit stärkeren Zahlen im Rücken.
Auf die Frage, was er anderen Finanzverantwortlichen raten würde, die vor denselben Optionen stehen, antwortet Roshan direkt:
„Übersieh re:cap nie als Option. Es gibt dir einen Schub für die Runway und hilft dir auch, dich zu organisieren. Es gibt eine Art Leitfaden, auf den du hinarbeiten kannst.“
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