Ein präzises Cashflow-Tagging ist die Grundlage für verlässliche Runway-Berechnungen und eine saubere Finanzplanung in re:cap. In diesem Artikel zeigen wir dir Best Practices, damit du prüfen kannst, ob deine Cashflow-Daten vollständig sind, korrekt kategorisiert wurden und dir belastbare Informationen liefern.
1. Endsaldo prüfen

Ziel: Sicherstellen, dass alle relevanten Bankkonten in re:cap verbunden und enthalten sind – insbesondere Konten mit wenigen Transaktionen (z. B. Sparkonten).
So gehst du vor:
- Öffne die Ansicht Cashflow Statement.
- Schau dir den neuesten Endsaldo an (unterste Zeile).
- Vergleiche den Wert mit deinem internen Stand (z. B. aus deinem Banking-Setup oder Finance-System).
So interpretierst du das Ergebnis:
- Wenn die Werte übereinstimmen: Alle Konten sind enthalten.
- Wenn der Endsaldo zu niedrig wirkt oder nicht passt: Ein oder mehrere Konten fehlen oder sind noch nicht synchronisiert.
Typische fehlende Konten sind:
- Sparkonten
- Payment Service Provider (PSPs)
- Bankkonten von Schwesterunternehmen
Tipp: So kannst du deine Bankkonten verbinden.
2. Unternehmensinterner Netto-Cashflow überprüfen

Ziel: Sicherstellen, dass interne Transfers korrekt gematcht sind und den operativen Cashflow nicht verfälschen.
So gehst du vor:
- Suche im Cashflow Statement in der Tabelle die Zeile Unternehmensinterner Netto-Cashflow cash flow.
- Dieser Wert sollte immer 0 sein.
Wenn er nicht 0 ist, sind interne Transfers wahrscheinlich nicht gematcht oder falsch klassifiziert – häufig wegen:
- fehlender Bankkonten oder
- falsch klassifizierter Transaktionen
Tags für interne Transfers und was sie bedeuten
3. Operativer Cashflow sowie Finanzierungs- und Investitions-Cashflow prüfen

Ziel: Prüfen, ob die Cashflow-Kategorien korrekt sind – nachdem interne Transfers sauber sind.
Sobald Unternehmensinterner Netto-Cashflow= 0 ist, prüfe:
- Operativer Netto-Cashflow
- Sollte die laufenden Ein- und Auszahlungen aus dem operativen Geschäft abbilden (z. B. Zahlungseingänge, Gehälter, Miete).
- Netto-Cashflow aus Finanzierung & Investitionen
- Sollte externe Finanzierung und Investitionen enthalten (z. B. Darlehen, Kapitalerhöhungen, Asset-Käufe).
Tipp: Trends von Monat zu Monat vergleichen: Große, unerklärliche Veränderungen deuten oft auf falsch klassifizierte Transaktionen hin (z. B. ein interner Transfer, der fälschlich als Operating Cashflow getaggt ist).
Warum richtiges Cashflow-Tagging wichtig ist
Korrektes Tagging hat direkten Einfluss auf deine Insights – vor allem auf den Runway.
Dein Runway wird auf Basis des 3-Monats-Durchschnitts des Operating Cashflows berechnet. Wenn interne Transfers oder Finanzierungs- und Investitionstransaktionen fälschlich als operativer Cashflow getaggt werden, führt das dazu, dass re:cap:
- deine Burn Rate über- oder unterschätzt und
- deine Runway-Prognose verfälscht (wie viele Monate Geld du noch hast)
Das kann zu falscher Planung oder zu trügerischer Sicherheit bei der Liquidität führen.
Korrektes Tagging sorgt dafür, dass Runway und Metriken wirklich dein operatives Geschäft widerspiegeln.
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